Markant verbessert

In der Division Civil Engineering hat sich 2019 der positive Trend aus dem ersten Halbjahr fortgesetzt und wir konnten das EBITDA auf CHF 77,2 Mio. (exkl. IFRS 16: CHF 40,9 Mio.) steigern. Diese Verbesserung (Vorjahr: CHF 2,0 Mio.) hat mehrere Gründe: Erstens laufen die Legacy-Projekte ohne Deckungsbeiträge aus, zweitens präsentiert sich die Ergebnissituation beim Spezialtiefbau äusserst stabil, und drittens machen die Grossprojekte im Tunnelbau gute Fortschritte. In der Projektakquisition konnten wir in allen drei Divisionseinheiten Erfolge verbuchen und den Auftragsbestand um 15% auf CHF 3‘613 Mio. erhöhen.

Erfolgreich akquiriert

Der Umsatz der Division liegt mit CHF 2’300 Mio. ziemlich exakt auf dem Vorjahreswert. Das bereits im ersten Halbjahr erfreuliche Auftragswachstum setzte sich während der zweiten Jahreshälfte fort. In der Projektakquisition konnten wir in allen Einheiten Erfolge verbuchen. Einige Beispiele: der Ersatz der Staumauer Grimsel in der Schweiz, der Zuschlag für ein drittes Los des Grand Paris Express in Frankreich, eine neue Bahnlinie, inklusive Bahnhof für die Stadt Moss in Norwegen, die Detailplanung und Ausführung für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Varberg und Hamra in Schweden. Alle diese Erfolge stärken unsere Position in unseren Heimmärkten und bestätigen, wie gut wir die Marktchancen aus dem Megatrend Mobilität und aus steigenden Infrastrukturinvestitionen für uns nutzen können.

«Die neue Organisation hat die für Civil Engineering besonders wichtige Kollaboration über Landesgrenzen hinweg massiv gestärkt. Das zeigt sich auch in unseren Akquisitionserfolgen.»

René Kotacka
Ehemaliger Leiter Division Civil Engineering

Noch nicht wunschgemäss ist die Ergebnissituation im anspruchsvollen Marktumfeld des Teilbereichs Civil. Die Turnarounds im Schweizer Flächengeschäft sowie in Deutschland entwickeln sich plangemäss, und die Qualität des Auftragsbuchs hat sich weiter verbessert. Durch eine enger vernetzte interne Zusammenarbeit sowie den Einsatz neuer Techniken wie zum Beispiel Projektmodellierung konnten wir die Projekte intelligenter und wettbewerbsfähiger anbieten. Gegenwärtig evaluieren wir verschiedene organische und anorganische Wachstumsoptionen, sei es geografisch oder auch bezüglich der Wertschöpfungskette. Dazu erarbeiten wir ganz konkrete Schritte zur Beschleunigung des profitablen Wachstums in bestehenden Märkten – auch durch das klare Setzen von Schwerpunkten in ausgewählten Regionen.

 

Neue Divisionsleitung

Mit der Ernennung von Christian Späth zum Leiter der Division haben wir die Nachfolge von René Kotacka aus den eigenen Reihen besetzt. Per 1. Januar 2020 hat Christian Späth die Leitung der Division Civil Engineering übernommen und ist Mitglied des Implenia Executive Committee geworden. Er ist eine Führungspersönlichkeit mit langjähriger, internationaler Erfahrung. Christian Späth ist seit 2012 bei Implenia in verschiedenen Fach- und Führungspositionen tätig. Unter anderem verantwortete er zwischen 2013 und 2015 den Markteintritt von Implenia im Tunnelbau in Österreich sowie Deutschland. Ab 2015 leitete er den gesamten Bereich Tunnelbau in allen Märkten. Im Zuge der neuen Strategie und Organisation von Implenia übernahm Christian Späth ab März 2019 den Bereich Ingenieurbau auf globaler Ebene.
 

«Nach meinen Erfahrungen im Ingenieur-, Tunnel- und Spezialtiefbau freue ich mich, für Implenia fortan noch mehr Verantwortung übernehmen zu dürfen. Ich danke meinem Vorgänger René Kotacka sehr für seine grossartige Arbeit, ich werde seine Bemühungen zur Implementierung der Strategie in der Division Civil Engineering konsequent fortsetzen.»

Christian Späth
Neuer Leiter Division Civil Engineering

Auftragsbestand

Auftragsbestand

in Mio. CHF

3'613(2018: 3'145)

Erfolgreiche Akquisition in allen drei Bereichen, trotz selektiverer Auswahl.

Visibilität

Visibilität

in %

70,2(2018: 68,6)

Visibilität konnte auf hohem Niveau leicht verbessert werden.

Produktionsleistung

Produktionsleistung

unkonsolidiert in Mio. CHF

2'344(2018: 2'363)

Produktionsleistung weiterhin solide.

Mitarbeitende

Mitarbeitende

per 31.12.

5'250(2018: 5'044)

International führende Kompetenzen werden weiter ausgebaut.

Umsatz

in Mio. CHF

2'3002019
2'3002018

Umsatz konstant auf Vorjahresniveau.

EBITDA

in Mio. CHF

77.22019
2.02018

Markant verbessertes EBITDA aufgrund auslaufender Projekte ohne Deckungsbeitrag und der soliden Ergebnissituation im Spezialtiefbau und Tunnelbau.

Divisions-Profil

Von der Tiefe bis zur Fläche. Die Division Civil Engineering bietet Tunnelbau, Spezialtiefbau und Flächengeschäft wie etwa den Strassen- oder Schienenbau. Ziel ist der Ausbau der international führenden Ingenieurskompetenz, um die Marktchancen der Megatrends Mobilität und Infrastrukturinvestitionen voll nutzen zu können. Das Leistungsspektrum reicht von der Entwicklung spezifischer Sonderlösungen bis zum ganzheitlichen Management hybrider Grossprojekte. In all diesen Bereichen hat Implenia eine führende Position in der Schweiz und eine anerkannte Präsenz in den weiteren Heimmärkten.