Chancen nutzen. Risiken kontrollieren.

Kann man Wachstum nachhaltig steuern? Und wie sorgt man dafür, dass Projekte profitabel bleiben? Hauptbestandteil der strategischen Priorität «Profitables Wachstum» ist der neue Value-Assurance-Ansatz. Das ERP-Harmonisierungsprojekt «INSPIRE» ermöglicht es, die Kernprozesse weiter zu digitalisieren und stellt für alle standardisiert die Daten zur Verfügung. Ziel beider Vorhaben ist es, über alle Projektphasen hinweg Chancen zu nutzen und Risiken zu kontrollieren.

Wertvolle Daten

Im Grunde geht es darum, Sorgfalt zu systematisieren. Und zwar von Anfang an. Denn nur, wenn bereits in der Akquise- und Angebotsphase alle relevanten Fakten vorliegen und in die Entscheidung miteinbezogen werden, lässt sich ein Projekt technisch und kommerziell erfolgreich steuern. Gerade in der Baubranche, wo verschiedenste Faktoren zu berücksichtigen sind, ist es essenziell, sich bereits im Vorfeld einen fundierten Überblick zu verschaffen. Value Assurance verbessert durch detaillierte Datenanalysen die Projektsteuerung und die Rentabilitätseinschätzung. Auf dieser Basis evaluieren wir jedes Projekt bereits in der Akquisitionsphase und überwachen es während des gesamten Prozesses.

Das neue Rahmenkonzept "Value Assurance" fusst auf fünf Kernelementen

Das neue Rahmenkonzept "Value Assurance" fusst auf fünf Kernelementen

2019 wurden mit der Projektauswahl (Project Selection) und der Angebotsfreigabe (Tender Approval) zentrale Prozessmeilensteine für die grösseren und komplexeren Projekte (Projektklassen I und II) eingeführt. Das bedeutet: Ab sofort erfassen und überprüfen wir potenziell interessante Aufträge im ersten Schritt mit Hilfe einer Selektions-Checkliste. Axel Metzger, Head Value Assurance: «Die bedeutendste Neuerung in diesem Zusammenhang ist eine automatisierte Klassifizierungsmatrix, mit der wir alle Projekte je nach Komplexität in vier verschiedene Klassen einstufen. Dabei liegt unsere Priorität ganz klar auf strategisch und finanziell attraktiven Projekten.» Über die Projektauswahl entscheiden im nächsten Schritt Value Assurance Committees, deren Besetzung von der jeweiligen Klasse abhängt. So werden etwa Grossprojekte mit hohem Komplexitätsgrad der Klasse I zugeordnet und vom CEO, CFO und General Counsel entschieden.

«Unsere Priorität liegt ganz klar auf strategisch und finanziell attraktiven Projekten.»

Axel Metzger
Head Value Assurance

Für die weiteren Projektklassen III und IV wurde der Value-Assurance-Prozess im Dezember 2019 eingeführt. Das betrifft viele unterschiedliche Teams auf Länder- und Niederlassungsebene. «Wir erwarten hier eine kurze Umgewöhnungsphase, da sich die Praxis deutlich von der bisherigen unterscheidet. Doch wir rechnen fest damit, dass Ende des ersten Quartals 2020 Value Assurance auch in den Klassen III und IV voll etabliert ist», meint Axel Metzger. Denn das Feedback der Mitarbeitenden fällt überwiegend positiv aus, vor allem die klaren und einheitlichen Vorgaben kommen gut an. Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses werden zudem alle Massnahmen und Vorgehensweisen immer wieder überprüft und angepasst. Axel Metzger: «Es gibt im Moment natürlich an der einen oder anderen Stelle noch Doppelspurigkeiten von Alt und Neu, diese nehmen wir jetzt heraus. Das ist in dieser Phase ganz normal, wir sind daran, den Lernprozess weiter zu beschleunigen, um bis April eine spürbare Vereinfachung zu erreichen.»

In sechs Schritten zu einer höheren Ergebnisqualität: der Value-Assurance-Prozess

In sechs Schritten zu einer höheren Ergebnisqualität: der Value-Assurance-Prozess

Ab 2020 wird Value Assurance auch in der Ausführung zum Einsatz kommen, so dass der gesamte Projektverlauf abgebildet wird. Um möglichst frühzeitig Abweichungen zu identifizieren, sind in regelmässigen Abständen Abstimmungen zwischen dem ausführenden Team und projektunabhängigen Implenia Fachleuten vorgesehen.

Diese sogenannten ‹Intermediate Project Reviews› werden wiederum zunächst für die wichtigeren Projektklassen I und II eingeführt. Zusätzlich arbeiten wir an der Weiterentwicklung und Einführung einer datengestützten Entscheidungshilfe. So wollen wir mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) herausfinden, wie unsere Daten und Erfahrungen mit bestimmten Projekt- und Umgebungsparametern korrelieren. Und welche Schlüsse wir daraus ziehen können.

Digitale Prozesse

Um relevante Themen zur Digitalisierung wie zum Beispiel Künstliche Intelligenz voran zu treiben, arbeitet Implenia intensiv am Projekt INSPIRE. INSPIRE steht für «Integrated New Solutions for Processes at Implenia Reaching Excellence». Ziel dieses Vorhabens ist die ganzheitliche Harmonisierung und Optimierung der Prozesse auf Unternehmensebene. Im Kern geht es um eine globale Plattform basierend auf RIB iTWO und SAP S/4 HANA, die von allen genutzt wird und allen vergleichbare Daten zur Verfügung stellt. Die Vorteile liegen auf der Hand: mehr Transparenz und Vergleichbarkeit, flächendeckende Verfügbarkeit dank Cloud- und mobilen Lösungen und gesteigerte Effizienz dank standardisierter Prozesse. Tobias Grob, Project Lead INSPIRE & Head Center of Excellence Digital Construction: «So nutzen wir das Potential der Digitalisierung. Denn INSPIRE ermöglicht die konsequente Integration von BIM in die Kernprozesse, unterstützt den Value-Assurance-Ansatz und verbessert die digitale Zusammenarbeit mit unseren Partnern, Kunden und Mitarbeitenden.»

sind bereits international und funktionsübergreifend harmonisiert

sind bereits international und funktionsübergreifend harmonisiert