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Erfolgreicher Einhub Mittelstück Rader Hochbrücke

Das Mittelstück ist final positioniert, die Litzen sind angeschlagen, der Hubvorgang steht unmittelbar bevor (Bild: ©Implenia / Taufik Kenan)

Wichtiger Projektmeilenstein für komplexes Infrastrukturprojekt auf der A7 I Brückensegment mit 118 m Länge und 1300 t Gewicht I Transport über Nord-Ostsee-Kanal I ARGE aus Implenia, Plauen Stahl Technologie und ZSB Zwickauer Sonderstahlbau meistert Lückenschluss

Glattpark (Opfikon), 16. Juli 2026 – Zentraler Bauabschnitt beim Ersatzneubau der Rader Hochbrücke erfolgreich abgeschlossen: Das Mittelsegment der neuen Brücke ist über den Nord-Ostsee-Kanal transportiert, zwischen die beiden Kragarme eingehoben und in Lage gesichert worden. Mit dem Einhub des Stahlsegments ist der Lückenschluss über den Kanal hergestellt – ein technisch anspruchsvoller und von weitem sichtbarer Meilenstein für das komplexe Infrastrukturprojekt. 

Das Mittelsegment ist 118 m lang, 18,5 m breit, 6,5 m hoch und rund 1’300 t schwer. Vormontiert wurde es im Hafen Rendsburg in Osterrönfeld. Von dort wurde es mit einem SPMT (Self-Propelled Modular Transporter) auf einen Ponton aufgefahren. Anschliessend brachten zwei Schleppschiffe den Ponton über den Nord-Ostsee-Kanal zur Einhubstelle auf der Rader Hochbrücke.

Brücke mit zentraler Rolle für den Verkehr von und nach Dänemark sowie Skandinavien
Im Auftrag der DEGES (Deutsche Einheit Fernstrassenplanungs und -bau GmbH) realisiert eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus Implenia (Federführung), Plauen Stahl Technologie und ZSB Zwickauer Sonderstahlbau die neue Autobahnbrücke mit 1'500 m Länge und 42 m Höhe. Sie führt die A7 östlich von Rendsburg, Schleswig-Holstein, über den Nord-Ostsee-Kanal und die Borgstedter Enge. Die Brücke spielt eine wichtige Rolle für den Verkehr von und nach Dänemark sowie Skandinavien. Das Projekt begann 2023 und wird voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein. Implenia ist innerhalb der ARGE für die Planung und Umsetzung des Ingenieurbaus zuständig. Dazu zählen unter anderem die Herstellung der Brückenpfeiler einschliesslich Gründungen, auch im Wasser, sowie die Arbeiten an der Betonfahrbahnplatte. Den Stahlbau und Einhub des Mittelsegments verantworteten die ARGE-Partner Plauen Stahl Technologie und ZSB Zwickauer Sonderstahlbau.

Zwei Sperrpausen für den Nord-Ostsee-Kanal
Für den Transport und Einhub waren zwei Sperrpausen des Nord-Ostsee-Kanals erforderlich. In der ersten Sperrpause wurde das Mittelsegment am 14. Juli 2026 im Hafen Rendsburg auf den Ponton aufgefahren. Die Arbeiten liefen von 7:00 bis 16:00 Uhr. Die zweite Sperrpause umfasste die Fahrt des Pontons zur Einbaustelle, das Eindrehen des Bauteils in die Einhubposition, die Fixierung mit Verholseilen, das Anschlagen der Hubseile sowie den eigentlichen Hubvorgang. Diese Arbeiten begannen am 15. Juli 2026 um 17:00 Uhr und wurden nach umfangreichen Arbeiten in den Nachtstunden am 16. Juli 2026 gegen 10:00 Uhr abgeschlossen.

Technische Details zum Einhubverfahren 
Der Einhub erfolgte mit hydraulischer Litzentechnik. Dafür waren auf beiden Seiten des Überbaus spezielle Hebevorrichtungen mit je zwei Litzenhebern installiert. Über Litzenbündel hoben sie das rund 1’300 t schwere Mittelsegment in Schritten von jeweils rund 500 mm an, bis es seine endgültige Position erreicht hatte.

«Der Ersatzneubau der Rader Hochbrücke auf der A7 gehört zu den aktuell bedeutendsten Infrastrukturvorhaben Deutschlands. Der erfolgreiche Einhub des Mittelsegments ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt und zeigt, wie eng die unterschiedlichen Gewerke bzw. ARGE-Partner bei einem derart anspruchsvollen Infrastrukturprojekt ineinandergreifen», sagt Jan Göttsche, Technischer Leiter Implenia Civil Engineering GmbH. «Implenia bringt dabei umfassende Kompetenz im Ingenieurbau ein – von der Planung über die Herstellung der massiven Betonbauteile bis zur weiteren Umsetzung des Überbaus.»