Lückenschluss über dem Nord-Ostsee-Kanal
Ein Projekt der Superlative: Implenia realisiert in einer Arbeitsgemeinschaft seit 2023 den Ersatzbau der Rader Hochbrücke mit 1'500 m Länge und 42 m Höhe. Die neue Autobahnbrücke führt die A7 östlich von Rendsburg, Schleswig-Holstein, über den Nord-Ostsee-Kanal und die Borgstedter Enge und spielt eine zentrale Rolle für den Verkehr von und nach Dänemark sowie Skandinavien.
1'300 t Stahl in Position gebracht
Das Mittelsegment der neuen Brücke ist 118 m lang, 18,5 m breit, 6,5 m hoch und rund 1’300 t schwer. Im Hafen Rendsburg vormontiert, wurde es mit einem SPMT (Self-Propelled Modular Transporter) auf einen Ponton aufgefahren, mit zwei Schleppschiffen über den Nord-Ostsee-Kanal zur Einhubstelle auf der Rader Hochbrücke transportiert, zwischen die beiden Kragarme eingehoben und in Lage gesichert.
Hydraulische Litzentechnik für den Einhub
Der Einhub erfolgte mit hydraulischer Litzentechnik. Dafür waren auf beiden Seiten des Überbaus spezielle Hebevorrichtungen mit je zwei Litzenhebern installiert. Über Litzenbündel hoben sie das Mittelsegment in Schritten von jeweils rund 500 mm an, bis es seine endgültige Position erreicht hatte.
Zwei Sperrpausen für den Nord-Ostsee-Kanal
Für den Transport und Einhub waren zwei Sperrpausen des Nord-Ostsee-Kanals erforderlich: In der ersten wurde das Mittelsegment am 14. Juli 2026 im Hafen Rendsburg auf den Ponton aufgefahren. Die zweite Sperrpause umfasste die Fahrt des Pontons zur Einbaustelle, das Eindrehen des Bauteils in die Einhubposition, die Fixierung mit Verholseilen, das Anschlagen der Hubseile sowie den eigentlichen Hubvorgang.
Sichtbarer Meilenstein
Mit dem Einhub des Stahlsegments ist der Lückenschluss über den Kanal hergestellt — ein technisch anspruchsvoller und von weitem sichtbarer Meilenstein für das komplexe Infrastrukturprojekt. Jan Göttsche, Technischer Leiter Implenia Civil Engineering GmbH, betont: «Der Ersatzneubau der Rader Hochbrücke auf der A7 gehört zu den aktuell bedeutendsten Infrastrukturvorhaben Deutschlands. Der erfolgreiche Einhub des Mittelsegments zeigt, wie eng die unterschiedlichen Gewerke bzw. ARGE-Partner bei einem derart anspruchsvollen Infrastrukturprojekt ineinandergreifen.»
Das Projekt Rader Hochbrücke

Im Auftrag der DEGES realisiert Implenia in einer Arbeitsgemeinschaft die neue Autobahnbrücke mit 1'500 m Länge und 42 m Höhe. Das Projekt begann 2023 und wird voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein. Implenia bringt dabei umfassende Kompetenz im Ingenieurbau ein — von der Planung über die Herstellung der massiven Betonbauteile bis zur weiteren Umsetzung des Überbaus.