Eiganestunnelen, E 39 (Los E04)

Zusammenfassung

Der Eiganestunnel (Los E04) auf der Europastraße E39 ist Teil der Küstenstraße zwischen Kristiansand und Trondheim in Norwegen und wird zusammen mit dem Projekt Rv.13 Ryfast realisiert, welches die Stadtbezirke Strand und Stavanger verbindet. Dieses städtische Straßentunnelprojekt soll diesen Bereich vom Durchgangsverkehr entlasten, die Verkehrssicherheit auf der Straße verbessern und Staus reduzieren.

Das Projekt

Das Projekt umfasst den Bau des neuen 3,7 km langen, zweispurigen Eiganestunnel mit 2 Tunnelröhren von Schancheholen bis Tasta. Hinzu kommt noch ein 1,3 km langer Teil des Hundvågtunnels, sowie Auffahrts- und Abfahrtsrampen in Gamlingen und Madlaveien. Ein ca. 1,5 km langer Abschnitt der bestehenden vierspurigen E39 zwischen Schancheholen und Madlaveien wird mit einem 160 m langen Durchlass und 4 Kreisverkehren ausgebaut, die mehrere Rampen und Ingenieurbauwerke beinhalten.

Herausforderungen

Die jeweiligen Tunnelröhren des Eiganestunnels und die des Hundvagtunnels sind durch Querschläge alle 250 m verbunden. Der Ausbruchsquerschnitt des Haupttunnels beträgt zwischen 73 und 129 m² (T9,5 – T16). Es werden Auffahrts- und Abfahrtsrampen im Bereich Gamlingen mit Längen von 320 m bzw. 495 m und im Bereich Madlaveien von 520 m bzw. 245 m gebaut. Die Ausbruchsquerschnitte der Rampen betragen zwischen 57 m² und 110 m² (T5,7 – T13,77). Der Eiganestunnel kreuzt einen existierenden Abwassertunnel und den Byhaugtunnel mit geringer Überdeckung.

Insgesamt sind fast 11 km Tunnel aufzufahren und 7 Tunnelportale zu erstellen, was einen Sprengvortrieb mit einem Felsausbruch von etwas mehr als 1.000.000 m³ und den Einsatz von fast 100.000 m³ Spritzbeton/Beton erfordert. Der Tunnelausbruch wird in der "Norwegischen" Tunnelbauweise mit Gebirgs-Injektionen und traditioneller Ausbruchssicherung erfolgen, kombiniert mit einer aufgehängten Tunnelinnenschale als Wasser- und Frostschutzsicherung und seitlichen Betonelementen.

Nachhaltigkeit

Der Aushub von Baugruben/Voreinschnitten wird vereinfacht mittels ca. 8.500 m² Spundwänden hergestellt. Der Bau von ca. 10.000 m² temporären und fest installierten Lärmschutzwänden, sowie diverse Landschaftsbauarbeiten gehören ebenfalls zum Umfang des Projekts.

Weitere Informationen

Implenia am Bau

  • Implenia Construction GmbH, 
  • Tiefbau
  • Landsberger Straße 290 a, D-80687 München

Aufgabe
Technisch + kaufmännisch federführend
Beteiligung an der ARGE  60 %

Erbrachte Leistungen
Tunnelbau

Baumethode

  • Sprengvortrieb 
  • 2 x 3.700 m Eiganestunnelen
  • 2 x 1.300 m Hundvågtunnelen
  • Ausbruchsquerschnitt A = 73 - 129  m²
  • 7 Tunnelportale 
  • mehrere Rampen, A = 59 m² - 110 m²
  • Ausbau eines 1.500 m 4-spurigen Straßenabschnitts

Geologie
Phyllite mit hohem Glimmer- und Graphitanteil

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