U5 Haltestelle City-Nord - Raumbildender Ausbau

Zusammenfassung

Implenia Fassadentechnik erhielt von der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH den Auftrag für den raumbildenden Ausbau der neuen Hamburger U5-Endhaltestelle City-Nord nach dem Entwurf des Architekturbüros Hadi Teherani und der Planung der Architekten-Arbeitsgemeinschaft GRUBER + POPP - sausel architekten.

Das Projekt

Die Haltestelle City-Nord der neuen U-Bahnlinie U5 in Hamburg wird in Teilabschnitten in räumlicher Enge mit zeitlich überlappenden Tätigkeiten der beteiligten Gewerke realisiert und stellt hohe Anforderungen an die Baulogistik. 

Das gesamte Tunnelbauwerk hat eine Längenausdehnung von ca. 250 m. Im Bereich des Bahnsteigs hat das Bauwerk eine Breite von etwa 21 m und weitet sich im Zugangsbereich der Schalterhallen auf bis zu 43 m auf. 

Die neue Haltestelle City-Nord verfügt über eine hochliegende Schalterhallenebene (Höhe ca. 3m), über Fest- und Fahrtreppen sowie einen Doppelaufzug, der die darunter liegende Bahnsteigebene (Höhe ca. 6-8m) barrierefrei zugänglich macht. Der Mittelbahnsteig ist 12 m breit, die Nutzfläche wird aber durch die für den vollautomatischen Betrieb notwendige, 120m lange und ca. 2,50 hohe, in erster Linie aus Glaselementen bestehende PSD-Anlage (Plattform Screen Door) an der Bahnsteigkante auf eine Breite von ca. 9,00 m reduziert.

Die Entwürfe des Hamburger Architekturbüros Hadi Teherani verbinden Funktionalität und Ästhetik und folgen einem durchgängigen Gestaltungskonzept für die wesentlichen Ausbauten im Inneren der Haltestellen auf Schalter- und Bahnsteigebene sowie der Zugänge.

Gewellt gestaltete Keramikplatten in unterschiedlichen Weiten und Längen ergeben in jeder U5 Haltestelle ein individuelles Wandmuster. An der Decke erstrahlen durch gelochte, hinterleuchtete Metallplatten Motive, die den Stadtteil widerspiegeln und zugleich Natursymbole aufgreifen – in der City Nord die Blüten der Platane. Zudem bekommt jede Haltestelle eine Leitfarbe – hier ist es blau.

Leistungen im Detail

Leistungen in der Planungsphase

Der raumbildende Ausbau der Haltestelle City Nord ist ein hochkomplexes, architektonisch anspruchsvolles Ausbauprojekt, das eine präzise Umsetzung der Gestaltungsvorgaben des Architekturbüros Hadi Teherani, eine enge Abstimmung mit Logistik und TGA sowie eine hochwertige handwerkliche Ausführung erfordert.

Bauleistungen

  • Wandbekleidung: keramische Wandbekleidung, vorgehängte hinterlüftete Keramikfassade (VHF), gewellte Struktur, Montage auf Aluminium‑Unterkonstruktion
  • Bodenbeläge: Gussasphalt, fugenlos; Bodenflächen, Trittstufen und Setzstufen aus Betonwerkstein; Wand/Boden Fliesen
  • Deckenbekleidungen: abgehängte Metalldecken, individuelles Lochbild (Platanen‑Motiv), Integration von Lichtvouten und Einbauten, abnehmbare Elemente mit Seilsicherung
  • Glasarbeiten:  Glaspaneele (Wandverkleidung) und Pfosten‑Riegel‑Fassaden (Rauchschürzen + Aufzüge, Fassaden Zwischengeschosse)
  • Rauchschürzen: fest installierte Rauchschürzen an den Bahnsteigenden, PR-Konstruktion, dreiseitig rauchdicht angeschlossen

Weitere Bauleistungen des Vergabe-Pakets

  • Metalltüren, Vordächer, Trockenbau-Trennwände, Malerarbeiten, Systemböden, Abdichtung (mineralische Schlämme), Bodenrinnen, Betonarbeiten

Herausforderungen

  • große Mengen an Fassaden-, Decken- und Bodenflächen
  • Hohe Anforderungen an Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität
  • Hoher Bemusterungs- und Mock-up-Aufwand – exakte Umsetzung des architekturseitig vorgegebenen Gestaltungskonzepts
  • Anspruchsvolle Glas und PR-Konstruktionen (Rauchschürzen, Aufzüge)
  • Intensive Koordination mit dem gewerkeübergreifenden Baulogistikdienstleister und der Schnittstellen u.a. Rohbau, Aufzüge, PSD (Plattform Screen Door) Anlage, TGA, Brandschutz
  • Anschluss des Haltestellenbauwerks an ein denkmalgeschütztes Bestandsbrückenbauwerk im Bereich der Aufzüge
  • Räumliche Enge, zeitliche Überlappung der Tätigkeiten beteiligter Gewerke
  • Strikte Terminbindung bis Ende 2027

Weitere Informationen

Visualisierungen © ARGE GRUBER + POPP - sausel architekten

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