Neubau Kantonsspital Aarau «Dreiklang»

Zusammenfassung

In Aarau entsteht mit dem Kantonsspital der derzeit grösste Krankenhausneubau der Schweiz. Die Bezeichnung «Dreiklang» erklärt sich aus dem optimalen Zusammenspiel zwischen Funktionsbereichen und Ambulatorien im Sockelbau und dem darüberliegenden Bettenhaus.

Das Projekt

Das Projekt «Dreiklang» ist nicht nur ein hochwertiger Spitalbau, es hat auch das Potenzial, zu einem Wahrzeichen der Stadt Aarau zu werden. Sein Standort inmitten des neu gestalteten Spitalparks ist ein Garant für den Austausch zwischen Besuchern und Patienten, Mitarbeitenden und Passanten. Der vorgelagerte Portikus signalisiert Offenheit und sorgt zugleich für Orientierung. Das Gebäude demonstriert Klarheit nicht nur nach aussen, sondern auch in seinen Innenräumen. Aufgeteilt in die drei Nutzungsbereiche Ambulatorien, Funktionsbereiche und Bettenstationen entstehen eigenständige, gut auffindbare Zonen. Aus deren Zusammenfügung resultiert wiederum ein einfacher und leicht begreifbarer Baukörper. Damit wird gewährleistet, wofür das Kantonsspital Aarau heute steht: Eine medizinische Versorgung, die von Kompetenz und Effizienz geprägt ist und zugleich ein Höchstmass an Flexibilität verspricht.

Ein Grundgedanke dominiert das Konzept für die drei Gebäudezonen: Das Prinzip der kurzen Wege für Personal und Patienten. Die Stationen, die am höchsten frequentiert sind – wie die Notaufnahme, die Radiologie und die Ambulatorien der Inneren Medizin – werden im Erdgeschoss platziert. In der ersten Etage befinden sich die operativen Disziplinen, in der zweiten die interventionellen und die konservativen sowie die Intensivpflege. Im dritten Stock ist das Mutter-Kind-Zentrum untergebracht. Das Bettenhaus mit seinen Pflegestationen und einer aussergewöhnlichen Aussicht ins grüne Umland erstreckt sich vom vierten bis zum neunten Obergeschoss. Konsequent wurde darauf geachtet, die ambulanten und stationären Bereiche sowie deren Verkehrsströme voneinander zu trennen. Um Synergien optimal zu nutzen, wurde ein alle Bereiche verbindender Boulevard als Herzstück des Gebäudes eingefügt.

Der KSA-Neubau wird gemäss dem aktuell höchsten Baustandard Minergie P-ECO realisiert und erfüllt damit maximal Ansprüche an Qualität, Komfort und Energie.

Leistungen im Detail

Das Projekt ist einer der derzeit grössten Krankenhausneubauten in der Schweiz. Es besteht aus zwei gestaffelten Untergeschossen, vier Sockel-, sechs Betten- und einem oberen Technikgeschoss. Das erste Bettengeschoss (= 4. OG) wird im Grundausbau belassen und vom Konzept her so erstellt, dass auch andere Nutzungen in dieser Etage möglich sind. Auch bestehen Erweiterungsmöglichkeiten in den Sockelgeschossen in Richtung Norden und Osten. Dies sichert die maximale Flexibilität für künftige Anpassungen.

Die gesamte Planung erfolgt nach der BIM Methode (BIM = Building Information Modeling) in 19 Disziplinen und mit rund 200 Teilmodellen, die zu einem Gesamtmodell zusammengeführt werden. Mittels projektbezogenem Qualitätsmanagement (PQM) wird sichergestellt, dass die einschlägigen Normen und Vorgaben eingehalten werden. Zudem ermöglicht dies die systematische Steuerung und Kontrolle der relevanten Erfolgsfaktoren und Risiken durch Bauherrschaft, Gesamtleiter, Planer und ausführende Unternehmer. Dabei durchläuft jede Phase eine fortlaufende Risikoanalyse und Nahtstellenbetrachtung. Der bereits vorhandene BIM-Abwicklungsplan regelt, wie die modellbasierte Planung, die kollaborative Ausführung und das Qualitäts- und Termincontrolling integral genutzt werden, und stellt sicher, dass zwischen den einzelnen Bauphasen kein Wissen verloren geht. Dank der Planung nach BIM-Methode können alle Bauwerksdaten für die künftige Bewirtschaftung des Gebäudes im Rahmen des spitaleigenen Facility Managements eingesetzt werden. Das KSA wird als derzeit grösstes Projekt der Implenia AG mit der BIM2FIELD Methode papierlos auf der Baustelle realisiert.

Alle möglichen Anpassungen unterliegen dem Kriterium der Wirtschaftlichkeit und der Funktionalität des künftigen Betriebs. Das Tragwerk des neuen Spitals mit seinem gleichmässigen Stützenraster, die zentral gesetzten Kernzonen sowie die zehn systematisch angelegten Steigzonen der Haustechnik ergeben eine Grundrissstruktur mit einer maximalen Anpassungsfähigkeit. Dies stellt sicher, dass zukünftige bauliche Modifikationen effizient und kostengünstig ausgeführt werden können, mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Betriebskosten .

Die Terminplanung auf dem KSA erfolgt mit Lean Construction zur Sicherstellung stabiler Prozesse und eines planbaren und koordinierten Bauablaufs. Vorausschauendes Agieren entlang der Prozesskette und kollaborative Zusammenarbeit im Team unterstützen zudem diese Arbeitsweise.

Herausforderungen

Nutzerabstimmungen, Koordination Spitalbau incl. OPs, BIM-Planung (inkl. BIM2FIELD), Virtual Reality

Nachhaltigkeit

Es wird eine Minergie-P-Eco Zertifizierung gefordert.

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