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Frauen bei Implenia

Wir fördern unsere weiblichen Talente auf allen Ebenen, auch im Management.

Christelle Beneteau:

«Als Chief Human Resources Officer von Implenia ist es mir ein besonderes Anliegen, das Thema Diversity in unserem Unternehmen wirksam einzusetzen.»

Als Chief Human Resources Officer von Implenia ist es mir ein besonderes Anliegen, das Thema Diversity in unserem Unternehmen wirksam einzusetzen. Dazu gehören die Vielfalt der Geschlechter und die Förderung unserer weiblichen Talente – auf allen Ebenen, auch im Management. Wir sind in einer traditionell eher männlich geprägten Branche tätig, aber es gibt Anzeichen für Veränderung: Im Jahr 2019 ist unser Frauenanteil leicht angestiegen, von 12,3 % im Vorjahr auf 13,5 %. Wir haben eine Reihe verschiedener Initiativen angestossen, um diesen Wandel zu fördern. So sind wir seit November 2018 Mitglied der beruflichen Vereinigung «Advance», die sich der Förderung weiblicher «High Potentials» widmet. Bald werden wir auch «Women Back to Business» beitreten, einem Programm der Universität St. Gallen, das Frauen bei der Rückkehr ins Berufsleben oder bei der Entwicklung ihrer Karriere in verschiedene Richtungen unterstützt. Und im Dezember werden wir Vertreterinnen zum «Women in Construction Summit» in London entsenden, um Kontakte zu talentierten Frauen zu knüpfen, die in verschiedenen Ländern in unserer Branche arbeiten.

Die Digitalisierung bringt auch in unserer Branche Veränderungen mit sich – mit der Option, neben unseren traditionellen Fähigkeiten mehr aus der Automatisierung, den Daten und Systemen herauszuholen. Dieser allgemeine Trend dürfte auch zu mehr Möglichkeiten führen, weibliche Talente anzuziehen. Mehr Einblick in dieses Thema bieten die folgenden Porträts, die die Rollenvielfalt und die unterschiedlichen Beiträge zeigen, die einige unserer Kolleginnen bei Implenia leisten.

Sonja Beeri, Bauführerin:

«Arbeit auf dem Bau ist nicht Männersache.»

«Starke Nerven», sagt Sonja Beeri, seien in ihrem Beruf ganz nützlich. «In stressigen Zeiten, wenn viel läuft, muss man den Druck aushalten können», erklärt die Bauführerin. Ausserdem sei es wichtig, bei einem komplexen System wie einer Baustelle, strukturiert zu arbeiten und Prioritäten zu setzen. Beeri absolvierte 2017 als eine der ersten Frauen in der Schweiz die Ausbildung zum Baumeister. Die 38-Jährige: «Wir haben einen allgemeinen Mangel an Nachwuchskräften in der Baubranche. Bei vielen ist der Bau nicht die erste Wahl. Das macht es auch schwierig, den Frauenanteil zu steigern.» Sie selbst sei in der Schule gut im geometrischen Zeichnen und im Rechnen gewesen und habe schon immer ein gutes Vorstellungsvermögen besessen. «Da schlug mir der Lehrer einen technischen Beruf vor.» Nie habe sie das Gefühl gehabt, dass die Arbeit auf dem Bau Männersache sei. «Das sollte auch das Ziel sein: Wenn ein Mensch die Fähigkeit und das Talent in einem Bereich hat, sollte er auch in dieser Richtung gefördert und eingesetzt werden.»

Anita Eckardt, Head Division Specialties:

«Ideen entstehen, wenn unterschiedliche Menschen zusammenkommen.»

Positionen suchen, in denen man Neues lernen kann, und in denen die Chefs oder Chefinnen fordern – und fördern: Das Erfolgsgeheimnis von Anita Eckardt, 47, gilt nicht nur für die Baubranche. Aber hier arbeitet sie selbst seit mehr als 15 Jahren, war unter anderem Chief Operating Officer beim Baustoffhandelskonzern CRH Swiss Distribution und Chief Marketing Officer und Director Sales bei Unternehmen der Saint-Gobain Gruppe – bis der Karrierepfad die Dänin im September 2019 zu Implenia führte, wo sie die Division Specialties leitet und auch für die Umsetzung der Innovationsstrategie zuständig ist. «Ich sichere also ein Umfeld, in dem Ideen generiert und Innovationen umgesetzt oder von aussen hereingeholt werden können – bis eines Tages der disruptive Durchbruch kommt», sagt sie. «Mrs Innovation» nannte die NZZ Eckardt. Sie erklärt: «Damit Innovation entsteht, braucht es Verständnis für die Aufgaben und die täglichen Herausforderungen der Kunden.» Und ergänzt: «Die besten Ideen entstehen, wenn unterschiedliche Menschen zusammenkommen – Diversität ergibt Kreativität!»

Carolin Haueis, BIM-Koordinatorin:

«Es ist besonders spannend, immer wieder neue Herausforderungen zu bewältigen.»

Carolin Haueis arbeitet mit der Zukunft – für die Zukunft. Je mehr die Welt zusammenwächst, desto wichtiger werden digitale Methoden wie Building Information Modeling (BIM). Und als BIM-Koordinatorin weiss die 33-Jährige damit umzugehen. Unter anderem ist sie beim Bahnprojekt in der schwedischen Stadt Varberg im Einsatz, einem Grossprojekt zum zweigleisigen Ausbau der bestehenden Bahnlinie und zur Realisierung eines neuen Tunnels sowie Personen- und Güterbahnhofs, das Implenia von Anfang an mit BIM entworfen und geplant hat. «Das Besondere ist, dass wir hier komplett papierlos arbeiten», sagt Carolin Haueis. «Es gibt nur die Modelle, und auf deren Basis werden alle Bauarbeiten ausgeführt. Der Bauarbeiter vor Ort nutzt ein Tablet. Damit kann er auf einer gemeinsamen Datenbank den neuesten Projektstand abrufen.» Bei komplizierten Infrastrukturprojekten könne man mit BIM viel effizienter Lösungen finden. «Für mich ist das besonders spannend, weil es immer wieder neue Herausforderungen gibt, die es zu bewältigen gilt», sagt die Bauingenieurin und ergänzt: «Und weil man unglaublich viel lernt, auf ganz vielen Ebenen.»

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Iris Harnisch, Kranführerin:

«Ein Job, den jede Frau machen kann.»

Sie kennt die Welt von oben. 146 Leitertritte muss Iris Harnisch hochsteigen, bis sie an ihrem Arbeitsplatz ist: Die Aargauerin ist Kranführerin, eine der wenigen in der Schweiz. Dabei, sagt die 41-Jährige, sei ihr Beruf «ein Job, den jede Frau machen kann». Körperlich seien Frauen den Männern zwar unterlegen. «Aber für die Handhabung der Maschine spielt dies keine Rolle, es hat nichts mit Kraft zu tun», sagt Harnisch. Seit 15 Jahren ist Iris Harnisch Kranführerin, vorher arbeitete sie als Friseurin. Nicht alle hätten verstanden, warum sie einen so drastischen Berufswechsel vollziehen wollte, viele hielten sie für zu zierlich für die Arbeit auf der Baustelle. «Aber meine Patentante sagte zu mir: ‹Doch, das passt viel besser zu dir›.» Und Harnisch liebt, was sie tut. «Ich habe den schönsten Arbeitsplatz der Welt», sagt sie. Und noch etwas gefällt ihr: «Ich verdiene genau gleich viel wie meine männlichen Arbeitskollegen. Das ist ein gutes Gefühl. In anderen Branchen werden Frauen benachteiligt, im Bauhauptgewerbe nicht.»