
Grande Dixence
Staumauer in Grande Dixence (Wallis), bis heute die höchste Staumauer Europas
20 Jahre Implenia, 160 Jahre Zukunft gestalten
Die Wurzeln von Implenia – geprägt von Innovation und Expertise
Zschokke, Preiswerk, Locher, Hatt-Haller, Batigroup – das sind klingende Namen der Schweizer Baugeschichte, das sind visionäre Ingenieure, Baumeister und Arbeitende, die mit ihrer Baukunst aus Stahl, Stein und Beton die Schweiz für immer geprägt haben. Und das sind die Vorfahren von Implenia, die Ahnen. Sie sind das Fundament, auf dem Implenia seit nunmehr 20 Jahren sicher steht. 160 Jahre Pioniergeschichte im Schnelldurchlauf.
Eine Vision namens Implenia
Grenzen überschreiten, Visionen folgen, Rekorde brechen – die Gründung von Implenia ist ein Akt der Superlative. Mit dem Zusammenschluss der Bauunternehmen Zschokke und Batigroup entsteht 2006 auf einen Schlag das mit Abstand grösste Bau- und Immobilienunternehmen der Schweiz. «Zschokke und Batigroup gründen neuen Bau-Leader Implenia», lautet eine der vielen Schlagzeilen zur Fusion. Und genau das will Implenia von Anfang an sein: «Bau-Leader». Nicht nur aufgrund der Grösse, sondern vor allem durch eine «Technologie- und Marktführerschaft», wie es in der Informationsbroschüre für Aktionärinnen und Aktionäre 2006 heisst.
Mehr als vier Grosseltern
Dieser Wille, Führerschaft zu übernehmen, wurde nicht erst mit der Fusion 2006 geboren; vielmehr war die Entstehung von Implenia Ausdruck dieses Willens, den die «Ahnen» über Generationen vorgelebt haben. Denn Implenia ist ein Kind mit zwei Eltern, Zschokke und Batigroup, aber weit mehr als vier Grosseltern. So hatte die Zschokke Holding SA, bevor sie 2006 zur Implenia wurde, einige Schweizer Traditionsunternehmen übernommen (Auswahl):
- Ad. Schäfer (gegr. 1870, 1978 an Zschokke)
- Heinr. Hatt-Haller (gegr. 1920, 1982 an Zschokke)
- Locher (gegr. 1830, 1998 an Zschokke)
Dasselbe gilt für den «Junior-Partner» der Implenia Fusion, Batigroup, die 1997 aus dem Zusammenschluss folgender Firmen hervorging:
- Preiswerk (gegr. 1862)
- Stuag (gegr. 1912)
- Schmalz (gegr. 1948)
Implenia hat Rekorde gebrochen…
Deshalb kann man von Implenia sagen, dass das Unternehmen schon seit 160 Jahren Grenzen überschreitet, Visionen verfolgt, Rekorde bricht. 1921 baut Heinrich Hatt-Haller das Heim für den wohl bis heute reichsten Kunden in der Geschichte von Implenia: die Schweizer Nationalbank in Zürich (Bilanzsumme 2025: CHF 1,3 Billionen). 1935 errichtet die Firma Zschokke in Frankreich die damals höchste Staumauer der Alpen (Sautet), nur um diesen Rekord 22 Jahre später mit der 285 Meter hohen Staumauer in Grande Dixence (VS) wieder zurück in die Schweiz zu holen – übrigens bis heute die höchste Staumauer Europas.
Die Höhe, die Alpen – sie haben Implenia also schon immer angezogen. Nicht nur, um die Wasserkraft nutzbar zu machen, sondern auch in touristischen Belangen. So entwickelt sich Heinrich Hatt-Haller zum echten Bergbahn-Pionier und baut zum Beispiel 1931 die berühmte Parsennbahn in Davos und 1934 die erste Seilbahn im Alpstein, die Säntis-Schwebebahn auf 2504 m. ü. M.
… und bricht sie weiter
Grenzen verschieben, das Unmögliche möglich machen. An diesen Visionen baut Implenia bis heute weiter. Wie 2016, als Implenia den Auftrag erhält, den von Renzo Piano entworfenen Torre Intesa San Paolo in Turin zu bauen, einen «bioklimatischen Wolkenkratzer» mit LEED-Platinum-Zertifizierung. Oder ganz aktuell: Implenia baut in einer Arbeitsgemeinschaft den Grossteil des Projekts Rogfast, den längsten und tiefsten Unterwasserstrassentunnel der Welt, der bis zu 392 Meter unter dem Meeresspiegel liegt – eine Pioniertat, die vor wenigen Jahrzehnten noch undenkbar gewesen wäre. Und natürlich ist Implenia erneut auch massgeblich am Bau eines der grössten inländischen Infrastrukturprojekte beteiligt: der zweiten Röhre des Strassentunnels im schweizerischsten aller Schweizer Bergmassive, dem Gotthard.
Schon immer international
Auch nationale Grenzen hat Implenia schon früh überschritten. So hat sich Conrad Zschokke, den man als «Gründervater» von Implenia bezeichnen kann, seine Sporen im Wasserbau nicht etwa in der Schweiz abverdient, sondern in den grossen Häfen Europas: in Genua (1886-1893), La Rochelle (1888), Venedig (1909) und Marseille (1911) beispielsweise. Wenn sich Implenia also heute internationaler Grossprojekte rühmt, so ist es wichtig, sich auch hier an diese historischen Wurzeln zu erinnern.
Gross auch im Kleinen
Allerdings zeigt sich Grösse nicht nur in Superlativen. Manchmal findet sich Grösse auch im Kleinen, Nahen. Als es 1963 in Zürich zur mythischen «Seegfrörni» kommt, ist es das Bauunternehmen Heinrich Hatt-Haller, das spontan hölzerne Zugangstreppen zur Begehung der Eisfläche baut – zum Vergnügen der Bevölkerung. Seit den 1960er-Jahren ist Hatt-Haller auch für das Aufstellen des «Böögg» auf dem Sechseläutenplatz zuständig – übrigens eine Tradition, die Implenia bis heute fortführt.

Baugeschichtliches Archiv/ Wolf-Bender's Erben
Die Vorfahren von Implenia waren Pioniere
Die Vorfahren von Implenia heissen Zschokke, Schäfer, Hatt-Haller, Göhner, waren Pioniere, Nationalräte, Erfinder, Professoren und einige auch Millionäre. Die Vorfahren heissen aber auch Rossi, Egli, Pereira, Müller und Petrovic und waren tüchtige Arbeiter, Bauzeichner, Schreiner und Metallbauer. Die einen haben grösser geträumt und die anderen kleiner. Aber eines hatten sie definitiv gemeinsam: Sie waren Männer.
Visionär und ambitiös ist Implenia geblieben – aber weniger männlich. Fast ein Viertel der Belegschaft besteht heute aus Frauen, auf Kaderstufe ist es ein Fünftel, im Verwaltungsrat sind es gar 43 Prozent. In diesem Punkt, der Diversität der Geschlechter, ist Implenia seinen Vorfahren heute meilenweit voraus, möchte aber in Zukunft noch mehr personelle Vielfalt in allen Stufen bringen.
Geschichte und Zukunft. Das ist Implenia.
Hauptfoto: © Sacha Ristic











