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Meilenstein am Kanzleramt

Ein bedeutender Meilenstein im Berliner Regierungsviertel ist erreicht: Die neue 180 Meter lange Brücke am Bundeskanzleramt wurde erfolgreich in ihre Endlage verschoben und die zum Verschub notwendigen Pontons sind auch bereits ausgeschwommen. Damit verbindet die Brücke den Bestandsbau mit dem Neubau auf der Westseite der Spree und wird so zu einem zentralen Element des neuen Kanzleramts-Campus.

Mit dem Verschub des über dem Keller des Bundeskanzleramtes vormontierten Brückenbauwerks über die Spree nimmt der Erweiterungsbau des Bundeskanzleramts weiter Gestalt an. Entwurf und Konstruktion der Brücke sind extrem herausfordernd: die Kombination von sicherheitsrelevanten Bereichen und öffentlichem Rad- und Fussweg über die Spree auf zwei getrennten Ebenen ist ein zentrales Designelement.  

Eckdaten zum Projekt: 

  • Die Brücke ist 180 m lang, wiegt insgesamt 1’500 Tonnen und das mittlere Brückenfeld allein misst 140 m
  • Kombination aus sicherheitsrelevanter Infrastruktur und öffentlicher Nutzung
  • Integration in das städtebauliche Konzept des «Band des Bundes»
  • Realisierung im laufenden Betrieb und unter hohen logistischen Anforderungen 

«Der Verschub des fertigen Brückenbauteils in mehreren Etappen, auf Festland sowie schwimmenden Pontons stellt eine Meisterleistung aller Beteiligten im Ingenieurbau dar», betont Oberbauleiter André Scherbatzki. «Nach dem Erreichen der Endposition steht jetzt noch die Einlagerung der Brücke an. Aufgrund der kurzen Randfelder der Brücke ergeben sich an den Endpunkten abhebende Kräfte, die noch in die Gründung abgeleitet werden müssen.» 

Implenia Civil & Spezialtiefbau trägt die Gesamtverantwortung für das Projekt. Die Einheit hat die Baugruben im Bereich der Uferwände der Spree für die Brückenwiderlager, die Bohrpfahlgründung sowie die Unterwasserbetonsohlen hergestellt und sämtliche Betonbauarbeiten in Eigenleistung ausgeführt. Der langjährige Stahlbaupartner DSD war als Subunternehmer für den kompletten Stahlbau einschliesslich des Brückenverschubs verantwortlich. Damit ist der Projekterfolg das Ergebnis des engen Zusammenspiels aller beteiligten Fachdisziplinen und Partner. 

Peter Hoppe, Technischer Niederlassungsleiter bei Implenia Civil Engineering in Berlin, erklärt: «Der erfolgreiche Verschub markiert einen entscheidenden Schritt in einem technisch anspruchsvollen Projekt im sensiblen Umfeld des politischen Zentrums Deutschlands. Ein grosser Dank an alle Beteiligten für die präzise Planung und Umsetzung dieses komplexen Bauabschnitts.»