
Kantonsspital Aarau, KSA
Das grösste Spital im Kanton Aargau und einer der wichtigsten Gesundheitsversorger der Region
20 Jahre Implenia, 160 Jahre Zukunft gestalten
Hier gehts ums Leben: Krankenhaus- und Life-Science-Bauten von Implenia
Als vor über 160 Jahren die ersten Vorgängerfirmen von Implenia gegründet wurden, lag die Lebenserwartung in der Schweiz bei 40 Jahren. Heute ist sie mehr als doppelt so hoch. Grund dafür ist der rasante medizinische Fortschritt. Implenia als Markt- und Technologieführer in der Baubranche baut anforderungsreiche Gebäude wie Spitäler und Labore effizient und in höchster Qualität dank digitaler Anwendungen wie Building Information Modeling (BIM). Im Fokus steht dabei nicht nur – wie früher – der Bau an sich, sondern dessen totale Kosten über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie hinweg.
Privatklinik Hirslanden Zürich, 1930-1932 (HHH)
«Die prekären Spitalverhältnisse in Zürich haben schon seit Jahren eidgenössisches Aufsehen erregt», steht 1932 in der «Illustrierten Schweizerischen Handwerkerzeitung» zu lesen. Wo der Staat versagt, da springt zu dieser Zeit oft der freisinnige Selfmade-Millionär Heinrich Hatt-Haller in die Bresche. So auch in der Spitalfrage.
Mit Gleichgesinnten – darunter seine Frau Marie – gründet er die Privatklinik Hirslanden AG. Die kühne Idee dahinter ist keine architektonische, sondern das sogenannte Belegarztsystem: Die Behandlungen sollen praktizierende Ärzte aus Zürich übernehmen, nicht angestellte Ärzte der Klinik. Diese stellt «nur» die medizinische Infrastruktur, das Pflegepersonal und die Räumlichkeiten bereit. Die Baumeisterarbeiten übernehmen selbstverständlich Hatt-Hallers eigene Bautruppen.
Am 1. Mai 1932 kann die Eröffnung gefeiert werden. 1,5 Mio. Backsteine wurden verbaut, doch das ist für den gelernten Maurer Heinrich Hatt-Haller nebensächlich. Entscheidend ist, dass Zürich um eine Klinik mit 130 Spitalbetten reicher ist. Und die Fortsetzung folgt: 2005 bis 2009 baut Implenia, die Nachfolgefirma von HHH, den sogenannten «Gartentrakt», einen Pflege- und Kliniktrakt der Klinik Hirslanden in Zürich.
Stadtspital Triemli Zürich, 1963-1970 (HHH)
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit wächst auch die Schweizer Bevölkerung rasant. Mit diesem Wachstum kann die Schweizer Spitallandschaft nicht mithalten. So herrscht vor allem in den Ballungszentren wieder einmal Spitalbettennot. Die Stadt Zürich reagiert mit dem Bau zweier neuer Stadtspitäler: dem Waidspital in Höngg (1953) und dem 1972 eröffneten Stadtspital Triemli.
An beiden Bauten ist die AG Heinr. Hatt-Haller (HHH) massgeblich beteiligt. Beim Bau des Stadtspitals Triemli demonstriert sie eindrücklich ihre bautechnologische Führerschaft. So kommen bei der Fundierung des Bettenhochhauses innovative BENOTO-Bohrpfahlmaschinen zum Einsatz, die die 33 m langen Bohrpfähle in den Boden drehen. Beim Rohbau kann HHH auf die Expertise im sogenannten Allbetonverfahren zurückgreifen, das sich bereits beim Bau des «Locherguts» bewährt hat.
Kantonsspital Basel-Stadt, Klinikum 1 West, Basel, 1993-2002 (Zschokke)
Während der Zweite Weltkrieg tobt, schickt sich die Stadt Basel an, ein neues «Bürgerspital» zu errichten. Das zwischen 1939 und 1945 erstellte Bauwerk ist architekturhistorisch wertvoll, stösst in den 1980er-Jahren jedoch räumlich an seine Grenzen. Anfang der 1990er-Jahre wird das Kantonsspital gebäudetechnisch komplett saniert – unter Wahrung der bestehenden Struktur mit dem achtgeschossigen Bettenhaus und dem dreigeschossigen Untersuchungs- und Behandlungstrakt. Aus Sechsbettzimmern werden Zweibettzimmer inklusive Duschen und Toiletten, denkmalgeschützte Details wie die Blumenfenster werden liebevoll restauriert.
Weil neben der Sanierung auch zusätzlicher Raum nötig ist, entsteht im westlichen Teil ein Neubau, in dem zukünftig die Zentralsterilisation, Frauenklinik, Poliklinik, OPs, Geburtsabteilung und Neonatologie untergebracht werden. Den Bauauftrag für das wegweisende Sanierungs- und Neubauprojekt im westlichen Flügel erhält die Generalunternehmung Zschokke.
Felix Platter Spital Basel, 2015-2019 (Implenia)
„Alles unter einem Dach“ – unter diesem Motto kann das auf Altersmedizin spezialisierte Felix Platter Spital Basel 2019 seinen Neubau eröffnen. Das Besondere daran: Die Bauherrin fordert von Anfang an, dass der Neubau mithilfe des neuen „Building Information Modeling» ( BIM) geplant und gebaut wird. Schliesslich weiss man um die knappen Finanzen im Gesundheitswesen: Deshalb will man Klarheit über die Gebäudekosten – nicht nur in der Erstellung, sondern auch im späteren Betrieb, also über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie hinweg. In einer ARGE erstellt Implenia mit BIM «As-built Modelle», mit denen sich die Gebäudestrukturen, zukünftigen Abläufe, Nutzungen und Kosten simulieren lassen. Der Neubau des Felix Platter Spitals Basel ist eines der ersten grossen Bauprojekte Europas, das konsequent mit BIM erstellt wird.
Labor des Department of Biosystems Science and Engineering (D-BSSE) der ETH Zürich, Basel, 2018-2023 (Implenia)
Hier entsteht die Zukunft: Am«Department of Biosystems Science and Engineering (D-BSSE)» erforschen Experimentalbiologen die Funktionsmechanismen unserer Zellen, Gene und anderer biologischer Systeme. Grundlage für diese «Rocket Science» ist eines der modernsten Forschungslabore Europas, das Implenia zwischen 2018 und 2023 auf dem Schällemätteli-Areal in Basel baut. Dabei haben die Forscherinnen und Forscher der ETH Zürich von Anfang an auch das Thema Nachhaltigkeit im Blick. Sie gründen 2021 sogar die «Sustainability Initiatives @D-BSSE (SIB)». So ist das neue Laborgebäude 2025 das erste der Schweiz, welches das Gold-Zertifikat der «Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen» (DGNB) erhält.
Laborprovisorium Functional Genomics Center Zürich, 2021-2022 (Implenia)
Das Projekt ist ohnehin ambitiös. In nur zwölf Monaten soll auf dem Campus der Universität Zürich Irchel ein auf 15 Jahre ausgelegtes, 3’000 m² umfassendes Laborprovisorium entstehen – selbstverständlich unter höchsten Anforderungen bezüglich Nachhaltigkeit: Minergie P Eco + SGNI Gold. Dann sorgen auch noch die Corona-Pandemie sowie der Ausbruch des Ukrainekriegs für Lieferengpässe bei der Materialbeschaffung. Dennoch: Im September 2022 ist das neue Functional Genomics Center Zurich (FGCZ) bezugsbereit – nur wenige Wochen später als geplant.
Forschungscampus «co-operate» von Empa Eawag, Etappe 1, 2021-2023 (Implenia)
«Von der Forschung zur Innovation» lautet der Slogan der Eidgenössischen Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, kurz Empa. Als Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und industrieller Praxis ist sie einer der wichtigsten Innovationsmotoren der Schweiz. Ihr grösster Standort befindet sich nördlich von Zürich in Dübendorf. Dort entsteht zwischen 2021 und 2023 der neue Campus«co-operate», bestehend aus einem knapp 9'000 m² grossen Laborbau, einem Multifunktionsgebäude und einem Parkhaus. Implenia erhält den Auftrag für die Gesamtplanung des Campus mit Building Information Modeling (BIM) und für die Neubauten.
Kantonsspital Aarau, 2021-2025 (Implenia)
Mit dem Neubau«Dreiklang»beginnt für das Kantonsspital Aarau (KSA), dem grössten Spital des Kantons Aargau, eine neue Ära: mehr Platz, mehr Licht und mehr Holz («healing architecture»), kürzere Wege, effizientere Abläufe. Der Name «Dreiklang» evoziert das harmonische Zusammenspiel zwischen Ambulatorium, Bettenhaus und den Spezialbereichen wie Physiotherapie oder Restaurant. 2021 erfolgt der Spatenstich für den damals grössten Krankenhausneubau der Schweiz. Kurz zuvor hat Implenia die BAM Swiss AG, Partner in der ARGE zum Bau von «Dreiklang», durch eine Akquisition übernommen. Damit ist Implenia jetzt alleiniger Totalunternehmer dieses Grossprojekts.
Neubau Kinderspital und Frauenklinik, Luzerner Kantonsspital LUKS, 2022-2024 (Implenia)
Mittlerweile ist Implenia führend in der Planung und Ausführung von Bauten mit Building Information Modeling (BIM). Dieses ist gerade für die Totalkostenrechnung von Spitälern unersetzlich, da deren Betrieb – bei suboptimaler Planung – kostenmässig künftig schwer ins Gewicht fallen kann. Auch bei der Planung der Baumeisterarbeiten für den Neubau des Kinderspitals und der Frauenklinik des Luzerner Kantonsspitals (LUKS), die Implenia ausführt, spielt BIM eine wichtige Rolle. Der Neubau stärkt die Kinder- und Frauenmedizin in der Zentralschweiz – rund 2’000 Kinder kommen hier jährlich auf die Welt. Damit diese dereinst eine möglichst grüne Erde vorfinden, erfüllt der Bau den Minergie-P-ECO-Standard; 270 Erdsonden und eine grossflächige Photovoltaikanlage werden verbaut.
Laborneubau Departement Biomedizin (DBM), Universität Basel, 2023-2030 (Implenia)
Noch ein Labor der Superlative, und wieder baut es Implenia. Nicht weniger als 70 Forschungsgruppen des Departements Biomedizin der Universität Basel sollen in dem neuen, 37'000 Quadratmeter umfassenden Laborbau zusammengeführt werden – heute sind die rund 900 Mitarbeitenden und 200 Studierenden noch auf sechs Standorte verteilt. Doch Wissenschaft heisst eben oft auch: Wissen teilen, Austausch. Das wird auf dem Campus Schällemätteli besser funktionieren. Schällemätteli? Da war doch was? Genau: Auf diesem Areal hat Implenia bereits 2018-2023 das Labor des Department of Biosystems Science and Engineering (D-BSSE) der ETH Zürich gebaut. Nun gewinnt der Schweizer Branchenprimus auch die Ausschreibung für das Grosslabor der Universität Basel. 2030 soll das neue Laborgebäude bezugsbereit sein.
Heidekreis-Klinikum Bad Fallingbostel (DE), 2024-2028 (Implenia)
Die steigenden Gesundheitskosten sind nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa ein politisches Thema. Eine Folge: die Prüfung und Zusammenlegung verschiedener Standorte. So beschliesst die Heidekreis-Klinikum gGmbH, ihre beiden Standorte in Walsrode und Soltau durch ein Heidekreis-Klinikum in Bad Fallingbostel zu ersetzen. Als auch der Niedersächsische Krankenhausplanungsausschuss 2018 grünes Licht gibt und eine Fördersumme von knapp 200 Mio. Euro spricht, kann mit der Planung begonnen werden. 2024 ist Baustart. Implenia erhält den Auftrag, die komplexen Ingenieurfassaden mit flexiblen Schiebeläden und höchsten Ansprüchen bezüglich Nachhaltigkeit und Ästhetik zu realisieren. Damit unterstreicht das Unternehmen einmal mehr seine Innovationsführerschaft in Sachen Fassadentechnik, die sie beispielsweise auch beim Bau des Humboldt Forum im Berliner Schloss unter Beweis gestellt hat.
Neubau Forschungs- und Ausbildungszentrum Medizin, Universität Bern, 2024-2030 (Implenia)
Auch die Medizinischen Fakultät der Universität Bern will ihren Standort für Spitzenmedizin stärken, indem sie das medizinische Know-how örtlich besser konzentriert und einen organischeren Wissensaustausch ermöglicht. Bis heute verteilen sich die meisten Institute der Medizinischen Fakultät im Muesmatt-Quartier und zum Teil auf dem Inselareal, wo sich auch das Aushängeschild des Medizinstandorts Bern befindet: das Inselspital. Nun sollen die fünf Institute unter einem Dach, dem neuen Forschungs- und Ausbildungszentrums Medizin der Universität Bern, vereint werden. Das insgesamt 13-geschossige Gebäude – Sockelgeschoss mit sieben Obergeschossen und fünf Untergeschossen – wird Forschungslabore sowie Ausbildungsräume beherbergen. 2030 soll es in Betrieb gehen.
TRON Forschungszentrum, Mainz (DE), 2025-2027 (Implenia)
Mainz zählt zu den führenden Biotech- und Life-Science-Clustern Europas. Prominentestes Beispiel: Biontech, die Firma, die den Corona-Impfstoff entwickelt hat. Nun entsteht für 110 Millionen Euro ein neues Forschungszentrum für biopharmazeutische Forschung und Implenia übernimmt die technische Federführung in der verantwortlichen ARGE. 10’000 m² soll das TRON-Forschungsgebäude auf dem Gelände der Universitätsmedizin Mainz umfassen. Hier sollen zukünftig neue Diagnostika und Wirkstoffe zur immuntherapeutischen Behandlung schwerer Erkrankungen entwickelt werden. Eine Investition in die Zukunft – des Life-Science-Standorts Mainz und der Menschheit.
Universitätsspital Basel, Klinikum 2, 2026-2030 (Implenia)
Basel zum Vierten: Nachdem Zschokke in Basel-West um die Jahrtausendwende das Klinikum 1 und Implenia ein paar Meter weiter zwei Labore mitgebaut hat bzw. baut, übernimmt Implenia nun auch die Baumeisterarbeiten für den Neubau des Klinikums 2 – zumindest zu 50 Prozent in einer ARGE. Der Neubau, der 2030 bezugsbereit sein soll, wird das bestehende Gebäude aus den 1970er-Jahren ersetzen.
In diesem Grossauftrag bündelt sich gewissermassen die Geschichte der Spital- und Life-Sciene-Bauten von Implenia. Einerseits reagiert der Neubau auf die mit der Zeit gewachsenen räumlichen und energetischen Ansprüche, wird somit Spitalabläufe optimieren, den Patientenkomfort verbessern und regulatorischen Vorschriften bezüglich Erdbebensicherheit und Brandschutz genügen. Andererseits wird auch dieser Neubau Teil des Life-Sciences-Clusters in Basel-West werden – zusammen mit den Laboren und Forschungsinstituten im Schällemätteli-Areal. Medizinische Forschung, Lehre und Praxis laufen hier auf eine in der Schweiz einzigartige Weise zusammen. Und Implenia baut kräftig mit – nicht nur an der Gesundheitsversorgung der Basler Bevölkerung, sondern auch an einem der bedeutendsten Life-Science-Cluster Europas und an der Zukunft Basels.
History-Stories
Im Laufe des ganzen Jubiläumsjahres wird der Inhalt erweitert
Für mehr Informationen über die Wurzeln von Implenia, und darüber, wie Implenia die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Schweiz und vieler weiterer Länder geprägt hat und prägt:




















