Soziales
Inhalt
Zum vollständigen Nachhaltigkeitsbericht 2025 als PDF
Gesundheit und Sicherheit
Das Thema «Health & Safety» hat bei Implenia oberste Priorität, insbesondere auf den Baustellen. Es ist fester Bestandteil jeder Sitzung des Implenia Executive Committee sowie der Leitungsteams der Divisionen. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen zahlreiche Initiativen gestartet und Strukturen aufgebaut, um Risiken auf seinen Baustellen zu minimieren. Heute verfügen rund 75 % aller Unternehmenseinheiten über ein ISO-45001-Zertifikat. Implenia ist zudem Mitglied der Arbeitsgruppe «Health & Safety» des europäischen Bauindustrie-Netzwerks encord und tauscht sich auf dieser Plattform über die Firmengrenzen hinweg aus.
Implenia betreibt eine «Health & Safety»-Organisation mit klar definierten Verantwortlichkeiten und Prozessen. Kommt es dennoch zu Unfällen, werden diese systematisch erfasst und untersucht, und es werden korrigierende Massnahmen eingeleitet. Grundlage dafür bildet unter anderem ein obligatorisches Gespräch der oder des Verunfallten mit den Vorgesetzten, um die Unfallursache zu klären.
1. Sicherheitskultur
Eine gute Sicherheitskultur umfasst alle Normen und Werte, die definieren, wie Menschen sicher arbeiten und miteinander umgehen. Implenia stärkt diese Kultur auf verschiedenen Ebenen: Durch Offenheit im Umgang mit Fehlern, den Austausch von Erfahrungen sowie die Anwendung etablierter Modelle und Konzepte der Arbeitspsychologie. Die oberste Sicherheitsregel lautet seit vielen Jahren: Jede und jeder hat das Recht und die Pflicht, die Arbeit sofort zu unterbrechen, wenn sie oder er eine Situation als unsicher empfindet.
Der Code of Conduct «Wie wir arbeiten» verpflichtet sämtliche Mitarbeitenden, die «Safety Rules» ausnahmslos einzuhalten. Auf der Grundlage des «Implenia Code of Conduct for External Business Partners» gilt dies auch für Subunternehmen, die auf Implenia Baustellen tätig sind. Implenia schärft das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeitenden zudem aktiv. In der Schweiz beginnt dies bereits während der Einführungswoche der Auszubildenden, in der mehr als die Hälfte der Unterrichtszeit dem Thema Arbeitssicherheit gewidmet ist.
Im Arbeitsalltag dienen regelmässige Besprechungen und Workshops dazu, Gefahren frühzeitig zu erkennen, den Umgang mit Sicherheits- und Gesundheitsrisiken zu verbessern und Erkenntnisse auszutauschen. In den vergangenen Jahren hat Implenia verschiedene Programme und Kampagnen durchgeführt, meist auf lokaler Ebene und in den operativen Einheiten. Bei allen Projekten findet mindestens einmal pro Monat die interne Schulung «15 Minuten Sicherheit» statt.
Auch auf Managementebene stärkt das Unternehmen im Rahmen von Führungskräfte-Workshops das Verständnis und die Verankerung der gruppenweiten Sicherheitskultur. Der Leitsatz lautet: «Arbeitssicherheit ist Führungsaufgabe!» Besonders bewährt hat sich das regelmässige Reporting, das den Verantwortlichen in den operativen Einheiten einen Überblick über die aktuelle Entwicklung der Safety Performance gibt. Die Jahresziele des Senior Managements und der Geschäftsleitung umfassen zudem Baustellenbegehungen mit Fokus auf «Health & Safety».
Implenia verstärkt überdies laufend die internationale Zusammenarbeit für mehr Arbeitssicherheit. Ein fortlaufender Erfahrungsaustausch innerhalb der gruppenweiten «Health & Safety»-Organisation dient dazu, voneinander zu lernen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und Synergien zu nutzen. Insbesondere helfen Musterbeispiele aus verschiedenen Ländern dabei, Erfahrungen zu teilen und so das Sicherheitsniveau aller Unternehmensbereiche auf einen einheitlich hohen Standard zu bringen.
2. Unfälle und Absenzen
Nach vielen Jahren deutlicher Rückgänge bei den Unfallzahlen ist für 2025 eine Zunahme der Unfallrate zu verzeichnen. Im Jahr 2025 lag die Unfallrate bei 41 Unfällen pro Tausend Vollzeitstellen (2024: 37). Der Anstieg ist hauptsächlich auf eine höhere Anzahl von Unfällen mit medizinischer Behandlung ohne Ausfalltage zurückzuführen, während die Anzahl der Unfälle mit Ausfalltagen stabil blieb.
Die Unfallrate ist nur einer von mehreren Indikatoren im Bereich «Health & Safety» und bildet seltene, jedoch schwerwiegende Vorfälle nur unzureichend ab. Implenia berücksichtigt daher in seinen jährlich festgelegten «Health & Safety»-Massnahmen sowohl die Unfallrate als auch erhebliche Vorfälle, um sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere von Ereignissen weiter zu senken.
Im Jahr 2025 wurden keine tödlichen Arbeitsunfälle von Implenia Mitarbeitenden verzeichnet. Jedoch ereigneten sich zwei tödliche Unfälle von externen Arbeitskräften auf Baustellen von Implenia sowie bei von Implenia geführten Arbeitsgemeinschaften. Einer der tödlichen Unfälle betraf einen Subunternehmer, ein weiterer einen temporären Mitarbeiter.
Jeder tödliche Unfall wird bei Implenia umfassend untersucht. Ziel ist es dabei nicht, Schuld zuzuweisen, sondern die Ursachen zu verstehen und daraus konkrete organisatorische Verbesserungen abzuleiten. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen systematisch in die Weiterentwicklung von Sicherheitsstandards, Schulungen und Prozessen ein.
Die Anzahl berufsunfallbedingter Abwesenheitstage stieg auf 8 492 an (2024: 7 399). Der Anstieg der Ausfalltage im Jahr 2025 ist im Wesentlichen auf wenige Arbeitsunfälle in der Schweiz mit besonders langen Abwesenheitszeiten zurückzuführen. Diese wurden hauptsächlich durch Abrutschen sowie durch instabile oder unkontrollierte, manuell oder mit dem Kran bewegte Lasten verursacht. Die Zahl der Nicht-Berufsunfälle stieg zwischen 2024 und 2025 leicht an. Mehrheitlich ereigneten sich private Unfälle beim Ballsport, im Strassenverkehr sowie durch Fehltritte oder Stürze in Haus und Garten.
Für die Betreuung von schwer verunfallten oder schwer erkrankten Mitarbeitenden und deren Wiedereingliederung arbeitet Implenia mit internen Gesundheitsmanagerinnen. Im Jahr 2025 betreuten diese in der Schweiz 186 Fälle.

Berufskrankheit pro 1 000 Vollzeitstellen
| Ebene | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gruppe | n.a. | n.a. | n.a. | n.a. | n.a. |
| Schweiz | 0,23 | 0,3 | 0,55 | 0,3 | 1,3 |
Bemerkung Berufskrankheiten: Daten nur für die Schweiz verfügbar.
Arbeitsausfalltage (Anzahl)
| Ebene | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gruppe | 8 492 | 7 399 | 6 722 | 8 285 | 9 819 |
| Schweiz | 5 711 | 4 739 | 4 976 | 6 194 | 7 595 |
| Deutschland | 1 711 | 1 768 | 1 011 | 1 574 | 1 374 |
| Österreich | 887 | 785 | 571 | 415 | 278 |
| Norwegen | 11 | – | 46 | – | 389 |
| Schweden | 77 | 90 | 24 | 102 | 67 |
| Frankreich | 74 | 2 | 94 | – | 116 |
| Sonstige | 21 | 15 | n.a. | n.a. | n.a. |
Bemerkung Arbeitsausfalltage: Implenia berücksichtigt nur Tage, die aufgrund eines Arbeitsunfalls verloren gehen. Nichtberufsunfälle, nicht berufsbedingte Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sind in der Berechnung nicht enthalten. Die Abwesenheitszeiten werden in Kalendertagen gemessen.
Bemerkung ab 2022: einschliesslich Zahlen für Italien (unter Österreich).
Bemerkung zu «Sonstige»: Daten für aussereuropäische Produktionsstandorte teilweise verfügbar.
Vielfältige Mitarbeitende und Chancengleichheit
Ende 2025 beschäftigte die Implenia Gruppe insgesamt 9 193 Menschen aus 88 Ländern. Etwa die Hälfte aller Mitarbeitenden ist zwischen 30 und 50 Jahre alt. Über die vergangenen Jahre war das Durchschnittsalter der Belegschaft stabil. Rund 58 % der Mitarbeitenden gehören zum technisch-kaufmännischen Personal und 42 % zum gewerblichen Personal.



Die personelle Vielfalt zählt zu den Stärken von Implenia. Um Diversität, Gleichberechtigung und Integration zu fördern, hat Implenia diese Themen als Unternehmensziel verankert (siehe Nachhaltigkeitsziele) und 2023 eine globale Richtlinie eingeführt, die vorsieht, dass wir uns klare Ziele setzen, uns für deren Erreichung verantwortlich zeigen, unbewusste Hindernisse aufdecken und unsere Fortschritte messen (siehe Direktive zur Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion).
Implenia behandelt alle Mitarbeitenden gleich – unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung, politischen Ansichten oder Behinderung. Dabei orientiert sich das Unternehmen an der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit sowie an deren Folgeerklärung. Diese regeln unter anderem die Gleichheit der Entlöhnung und untersagen jede Form von Diskriminierung.
Implenia beschäftigt Menschen mit vielfältigen Hintergründen, die unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven mitbringen. Das Unternehmen ist sich bewusst, dass diese Vielfalt einen entscheidenden Beitrag zum gemeinsamen Erfolg leistet. Um dieses Verständnis bei seinen Führungskräften zu stärken, hat Implenia 2024 ein Bias-Training eingeführt, das die Wertschätzung der Diversität im Arbeitsalltag fördert.
1. Frauenanteil
Der Frauenanteil bei Implenia war in den vergangenen Jahren stabil und lag 2025 bei insgesamt 23,7 % (2024: 23,8 %). Auf Kaderstufe betrug der Anteil 20,6 % (2024: 20,2 %), im IEC 29 % und im Verwaltungsrat 43 %.
Mit dem aktuellen Frauenanteil gibt sich das Unternehmen jedoch nicht zufrieden und realisiert weiterhin gezielte Massnahmen, um mehr Mitarbeiterinnen in sämtlichen Anstellungskategorien zu gewinnen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war das 2023 eingeführte Frauennetzwerk von Implenia. Im Jahr 2025 wurden auf lokaler Ebene Veranstaltungen zur Förderung von Diversität und Gleichberechtigung durchgeführt.


Im Jahr 2023 unterzeichnete Implenia die «UN Women Empowerment Principles» (WEP), die von UN Women und dem UN Global Compact aufgestellt wurden und auf internationalen Arbeits- und Menschenrechtsstandards beruhen. Sie basieren auf der Erkenntnis, dass Unternehmen sowohl ein Interesse an als auch eine Verantwortung für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau haben. Die WEP sind ein wichtiges Instrument, um die Gleichstellungsdimensionen der Agenda 2030 und die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in Unternehmen zu verankern (mehr dazu).
Implenia ist zudem Mitglied von «Advance», einem breit abgestützten Schweizer Programm, das von namhaften Unternehmen gegründet wurde und Frauen aktiv und gezielt in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt. Dazu gehören zum Beispiel Skill Building Workshops, Mentoring und Netzwerk-Anlässe, die den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen sollen.
Ausserdem ist Implenia Sponsor von «wipswiss», einem Netzwerk für Frauen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft. Die Organisation fördert ihre Mitglieder in den Bereichen Karriereentwicklung, Weiterbildung und Zugang zu Führungspositionen. In Norwegen ist Implenia Teil von «Diversitas nettverk», einem Netzwerk für Diversität und Gender Balance in der Baubranche.
2. Fluktuation
Die Mitarbeitendenfluktuationsrate nahm 2025 leicht zu und lag bei 22,3 % (2024: 21,8 %).
Die freiwillige Fluktuation (ohne befristete Verträge, Pensionierungen usw.), lag 2025 bei 9,6 % (2024: 9,1 %). Um die Entwicklungen in verschiedenen Altersgruppen besser zu überwachen, wurden die Methoden der Berichterstattung 2024 und 2025 verbessert. Dies ermöglicht es, auf Basis der Daten gezielte Massnahmen zur Mitarbeitendenbindung zu ergreifen.
Gemäss seinen Nachhaltigkeitszielen will Implenia die Zufriedenheit der Mitarbeitenden kontinuierlich steigern – unter anderem durch modernere, flexiblere und familienfreundlichere Arbeitsumgebungen. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsziele 2030 wird ein neuer Ansatz für regelmässige Mitarbeitendenbefragungen definiert und implementiert.

Faire Entlöhnung
Implenia entrichtet transparente, faire und marktgerechte Löhne und Gehälter. Die Gehälter werden geschlechtsneutral und auf die jeweilige Position bezogen festgelegt. Wo keine Tarifverträge bestehen, hält sich Implenia an die gesetzlichen Mindestlöhne. 2025 arbeiteten gruppenweit rund 57,9 % der Belegschaft unter einem Gesamtarbeitsvertrag. Bei Mitarbeitenden, die keiner kollektivrechtlichen Vereinbarung unterstehen, befolgt Implenia die üblichen Praktiken seiner Märkte in Übereinstimmung mit den lokalen Arbeitsgesetzen.
Alle festangestellten Mitarbeitenden erhalten nach sechs Monaten Firmenzugehörigkeit die Möglichkeit, Namenaktien von Implenia zu vergünstigten Konditionen zu erwerben.
Implenia überwacht die Lohngleichheit gemäss den lokalen gesetzlichen Anforderungen und setzt sich kontinuierlich für den Abbau ungerechtfertigter Unterschiede ein. Ein strategisch ausgerichteter Ansatz für Lohnerhöhungen und das Lohnbudget ist dabei ein zentraler Bestandteil.
Zudem werden während der Gehaltsüberprüfung quantitative Analysen durchgeführt, um etwaige Lohnunterschiede zu erkennen und zu minimieren oder zu beseitigen.
2025 führte Implenia Schweiz eine Analyse der geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede mit dem staatlich anerkannten Analyse-Tool «Logib» durch. Dabei ergab sich eine unerklärte geschlechtsspezifische Lohndifferenz von 2,2 % zugunsten der Männer. Dieser Wert liegt unter der statistisch signifikanten Schwelle von 5 %. Im landesweiten Vergleich steht das Unternehmen damit gut da (siehe Bundesamt für Statistik).
Im Jahr 2025 begann Implenia mit der Überprüfung und Verbesserung seiner Vergütungspraktiken, um die Einhaltung der Anforderungen der EU-Richtlinie zur Lohntransparenz sicherzustellen.
Mitarbeitende mit einem flexiblen Lohnanteil sind gruppenweit verpflichtet, sich jedes Jahr individuelle Ziele zu setzen, die sich auf die Unternehmenswerte beziehen. Diese Mitarbeitenden erhalten zum vereinbarten Basislohn einen flexiblen Lohnanteil, der anhand der persönlichen Zielerreichung sowie finanzieller Indikatoren bemessen wird.
Sowohl Anstellungsbedingungen als auch Sozialleistungen entsprechen zeitgemässen Standards und gehen stellenweise deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. So profitieren die Mitarbeitenden in der Schweiz von attraktiven Vorsorgeleistungen, von einer zusätzlichen Ferienwoche sowie von einem Mutterschaftsurlaub, der mit 16 Wochen das vorgeschriebene Minimum um zwei Wochen übersteigt.
Alle Mitarbeitenden in der Schweiz sind den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend in der Implenia Pensionskasse versichert. Zusätzlich unterhält das Unternehmen die Vorsorgestiftung «Fondation Patronale», die mit einem Kapital von rund CHF 11 Mio. dotiert ist. Die Stiftung soll die wirtschaftlichen Folgen von Krankheit, Invalidität und Todesfällen mildern, indem sie Vorsorgeleistungen entrichtet, freiwillige Teuerungszulagen auf Renten gewährt oder Personen unterstützt, die von Restrukturierungsmassnahmen betroffen sind.
In Deutschland erhalten Implenia Angestellte eine betriebliche Altersvorsorge und Jubiläumsgelder. Fast alle unbefristet angestellten Mitarbeitenden sind Planteilnehmende am Alters- und Risikovorsorgeplan 2005, der sie im Alter zusätzlich absichert. Neben den Altersvorsorgeleistungen werden die Risiken Invalidität und Tod durch den Arbeitgeber abgedeckt.

Aus- und Weiterbildung
1. Individuelle Entwicklung
Um herausragende Talente zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet Implenia seinen Mitarbeitenden ein vielfältiges Aus- und Weiterbildungsangebot. Dieses unterstützt sie dabei, ihre Kenntnisse, Kompetenzen und Fertigkeiten zu erweitern und sich innerhalb des Unternehmens weiterzuentwickeln. Das Weiterbildungsprogramm wird laufend den Bedürfnissen angepasst und ausgebaut.
Schulungen werden auf gruppenweiter, nationaler und lokaler Ebene umgesetzt. Fachliche Schulungen werden von Expertinnen und Experten aus den operativen Einheiten durchgeführt und durch Expertise externer Spezialisten, Hersteller und Lieferanten ergänzt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor des Schulungsprogramms ist der stufenübergreifende Ansatz, der sicherstellt, dass sämtliche Mitarbeitenden vom oberen Kader bis auf Projektebene erreicht werden.
Im Jahr 2025 wurden etwa 23 810 Trainingsstunden auf der digitalen Lernplattform absolviert. Die Teilnahmedaten von Präsenzschulungen bzw. die Schulungen des gewerblichen Personals werden noch nicht systematisch erhoben.
Um alle Mitarbeitenden gleichermassen in ihrer Karriere zu unterstützen, überprüft Implenia im Rahmen der jährlichen «Organisation Capabilities Review» die Organisation, Fähigkeiten, Teams und ihre Mitarbeitenden für eine gezielte Nachfolgeplanung. Dieser systematische Ansatz erhöht das Bewusstsein für Talente und Leistungen im Zusammenhang mit Schlüsselrollen sowie für die zukünftigen Anforderungen des Unternehmens.
Ein wichtiger Meilenstein in diesem Bereich ist die 2024 gestartete Initiative «Leading@Implenia». Das länderübergreifende Programm stärkt Führungskompetenzen und fördert eine gemeinsame Führungskultur im gesamten Unternehmen. Es wird in der DACH-Region sowie in Norwegen angeboten und stellt sicher, dass neue Führungskräfte nach einheitlichen, hohen Standards ausgebildet werden. Bis Ende 2025 haben 153 Führungskräfte aus der DACH-Region sowie 21 aus Norwegen am Programm teilgenommen.
Die Entwicklung von Mitarbeitenden soll ebenfalls durch individuelle Zielsetzung und Bewertung mit den Vorgesetzten vorangetrieben werden. Systematische, jährliche Leistungsbeurteilungen sind mindestens für alle technisch-kaufmännischen Mitarbeitenden vorgesehen, was ungefähr 58 % des Personals entspricht. Gemäss dem Sub-Ziel 8.5 sollten die jährlichen Beurteilungen ein entsprechendes Nachhaltigkeitsziel enthalten. In den vergangenen Jahren hat das Management seine ESG-Ziele konsequent in die Organisation hineingetragen. Da die Inhalte dieser Ziele jedoch global nicht in einer einheitlich berichtbaren Form erfasst werden können, konnte dieses Teilziel im Berichtsjahr nur teilweise erreicht werden. Gründe dafür sind die grosse Bandbreite an individuellen Rollen und unterschiedliche thematische Schwerpunkte in den Märkten. Implenia wird den Prozess zur Formulierung und Erfassung individueller Ziele im Zuge der Nachhaltigkeitsziele 2030 weiter harmonisieren.
2. Sustainability Academy
Implenia lancierte 2022 die Sustainability Academy, ein digitales Schulungsprogramm zu den gruppenweiten Nachhaltigkeitszielen. Die fünf Module vermitteln den Mitarbeitenden die wichtigsten Grundlagen im Bereich Nachhaltigkeit und sind fester Bestandteil der Schulungspläne sowie des Onboardings neuer Mitarbeitender.
Die jeweils rund einstündigen Schulungen zu den Themen Umweltschutz, CO₂-Reduktion, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Planung und Realisierung sowie Biodiversität wurden 2025 517-mal absolviert. 2025 wurde die Sustainability Academy um zusätzliche E-Learnings der Climate School von AXA erweitert. Die interaktiven Videokurse vertiefen das Wissen zu Themen wie Dekarbonisierung, Biodiversität und Klimaanpassung und stehen den Mitarbeitenden in mehreren Sprachen zur Verfügung.
Goldbox für Mentoring-Programm
The IMP – eine interne Innovationsidee hebt ab
