Einführung
Inhalt
Zum vollständigen Nachhaltigkeitsbericht 2025 als PDF
Geschäftsmodell
Implenia ist ein multinational führender Bau- und Immobiliendienstleister mit einem umfassenden Angebot und herausragenden Kompetenzen. Mit integrierten Dienstleistungen aus einer Hand plant, realisiert und bewirtschaftet das Unternehmen grosse Immobilienprojekte in urbanen Zentren sowie komplexe Infrastrukturen in den Bereichen Mobilität und Energie. Seine Kundinnen und Kunden begleitet Implenia über den gesamten Lebenszyklus ihrer Bauwerke. Sie profitieren dabei vom hochqualifizierten Know-how der Beratungs-, Entwicklungs-, Planungs-, Ausführungs- und Bewirtschaftungseinheiten, die für optimale Lösungen nahtlos zusammenarbeiten (mehr dazu).
Nachhaltigkeitsorganisation
Die Nachhaltigkeitsorganisation von Implenia hat den Auftrag, die nachhaltige Entwicklung im Unternehmen zu verankern und sicherzustellen.
Das Sustainability Committee (SusCom) setzt sich aus Vertretenden aller Divisionen sowie der globalen Funktionen zusammen und trifft sich viermal jährlich. Das SusCom definiert gruppenweite Nachhaltigkeitsziele, antizipiert neue Vorschriften und Trends, trifft strategische Entscheidungen und lanciert übergreifende Initiativen. Überdies begleitet das SusCom die regelmässige Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Die Vorsitzenden des SusCom (Head Service Solutions und Global Head Sustainability) vertreten zusammen mit dem Chief Strategy Officer die Ziele und wichtige Nachhaltigkeitsthemen im Implenia Executive Committee (IEC). Damit ist die strategische Steuerung der Nachhaltigkeit unmittelbar in der Konzernleitung verankert und mit der operativen Umsetzung verbunden.
Das Global Sustainability Team gehört seit April 2025 zur Funktion Strategy von Implenia. Das Nachhaltigkeitsteam unterstützt die Divisionen und globalen Funktionen beim Erreichen ihrer Nachhaltigkeitsziele, betreibt das Nachhaltigkeitsmanagement sowie das Reporting und bringt Initiativen auf Gruppenebene voran. Dazu gehören sowohl projektspezifische Dienstleistungen in den Bereichen «nachhaltiges und zirkuläres Bauen» oder Umweltschutz, als auch interne Aufgaben, wie die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsziele und der Klimastrategie.
In den Divisionen und Ländern sorgen lokale Nachhaltigkeitsspezialistinnen und -spezialisten dafür, dass Massnahmen in Projekten konkret umgesetzt werden. Sie arbeiten eng mit dem Global Sustainability Team zusammen, unterstützen Bauprojekte, liefern Daten für das Reporting und sichern die Umsetzung gruppenweiter Vorgaben vor Ort.
Das Implenia Executive Committee (IEC) als oberstes operatives Gremium der Gruppe befasst sich regelmässig mit Fragen der Nachhaltigkeit und mit klimabezogenen Themen, genehmigt die erforderlichen Mittel und vertritt die Themen gegenüber externen Anspruchsgruppen. Die Head Division Service Solutions ist Mitglied im IEC und gleichzeitig Vorsitzende des SusCom.
Das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele wirkt sich seit 2023 direkt auf die Vergütung der Mitglieder des IEC aus: 10 % des sogenannten Short Term Incentive hängen davon ab, in welchem Mass jedes Mitglied seine individuellen Ziele im Bereich Nachhaltigkeit erreicht. Der Short Term Incentive macht insgesamt die Hälfte des Grundgehalts aus. In den kommenden Jahren soll hierbei der Fokus auf klimabezogene Themen verstärkt werden. Weitere Informationen zur Vergütung finden sich hier.
Auch das Board of Directors (Verwaltungsrat) ist in die Nachhaltigkeitsorganisation eingebunden: Der Verwaltungsrat genehmigt als oberste Instanz die Nachhaltigkeitsstrategie, die langfristigen Gruppenziele und den jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Er berücksichtigt dabei die mit Nachhaltigkeitsthemen verbundenen Risiken, insbesondere auch klimabezogene Herausforderungen (mehr dazu). Etwa zwei Drittel der Mitglieder des Verwaltungsrats verfügen über substanzielle Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeit. Weitere Infos finden sich im Corporate Governance Report.
Der CEO berichtet in jeder ordentlichen Verwaltungsratssitzung (etwa achtmal pro Jahr) über Nachhaltigkeitsthemen. Darüber hinaus informiert die Vorsitzende des SusCom den Verwaltungsrat dreimal jährlich direkt und detailliert über den Umsetzungsstand der Nachhaltigkeitsziele und weitere wichtige Entwicklungen.
Das Audit Committee (AC), bestehend aus drei Mitgliedern des Verwaltungsrats, tagt mindestens dreimal im Jahr und überwacht sowohl die Finanz- als auch die ESG-Berichterstattung. Der Global Head Sustainability berichtet dem AC jeweils zu aktuellen und anstehende Nachhaltigkeitsthemen.
Nachhaltigkeitsmanagement
Nachhaltige Entwicklung muss bereichsübergreifend implementiert und im gesamten Unternehmen gelebt werden. Sie ist eine Querschnittsaufgabe, die sämtliche Geschäftstätigkeiten betrifft und das Engagement der Mitarbeitenden auf allen Ebenen des Unternehmens erfordert. Deshalb setzt Implenia auf ein integriertes Nachhaltigkeitsmanagement mit einem globalen Nachhaltigkeitsteam sowie Spezialistinnen und Spezialisten in den Divisionen und globalen Funktionen.
Die Abteilung Global Sustainability greift im Austausch mit Stakeholdern wesentliche Themen auf, setzt gruppenweite Standards und schlägt Massnahmen sowie Ziele für die verschiedenen Organisationseinheiten vor. Die Umsetzung erfolgt jeweils in Zusammenarbeit mit den betroffenen Divisionen oder globalen Funktionen, wobei die Verantwortung in der Regel direkt in der operativen Linie liegt. Jede Division verfügt über verantwortliche Personen zu den Themen Safety, Quality und Sustainability.
Jeweils zu Jahresbeginn leiten die Divisionen und globalen Funktionen ihre Jahresziele aus den unternehmensweiten Nachhaltigkeitszielen ab und verabschieden diese. Im Verlauf des Jahres finden wiederkehrende Strategie- und Fortschrittsbesprechungen zwischen Divisionsleitung und Zielverantwortlichen statt. Beim ersten Termin werden die Jahresziele diskutiert, bei Bedarf angepasst und verabschiedet. In den nachfolgenden Treffen werden die Fortschritte besprochen und die nächsten Schritte definiert. Auf diese Weise stellt Implenia sicher, dass die Massnahmen auf Kurs bleiben und über die Geschäftsbereiche abgestimmt sind. Zum Jahresende ermittelt das Sustainability Committee den Erfüllungsgrad der Nachhaltigkeitsziele (siehe Zielübersicht). Dieser Status wird zusammen mit dem Nachhaltigkeitsbericht vom IEC geprüft und vom Verwaltungsrat zur Veröffentlichung freigegeben.
Nachhaltigkeitsstrategie
Seit 2009 ist Nachhaltigkeit integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und in den Werten von Implenia verankert.
1. DIALOG MIT ANSPRUCHSGRUPPEN
Der folgende Überblick zeigt, wie Implenia den Austausch mit seinen wichtigsten Anspruchsgruppen gestaltet.
1.1 Mitarbeitende
Implenia hält seine Führungskräfte dazu an, einen aktiven Dialog mit ihren Mitarbeitenden zu pflegen. Dazu dienen insbesondere die jährlichen Zielvereinbarungsgespräche und Leistungsbeurteilungen. Weiter nutzt das Unternehmen verschiedene interne Kommunikationskanäle, darunter das Implenia Intranet, das Mitarbeitendenmagazin «Impact», physische und virtuelle Veranstaltungen sowie Newsletter auf allen organisatorischen Ebenen. Implenia kommuniziert zudem über interne und externe Social-Media-Plattformen wie Viva Engage, LinkedIn, Facebook, Tiktok oder Instagram, um die Mitarbeitenden zu vernetzen und den Dialog untereinander zu fördern.
1.2 Kundinnen und Kunden
Implenia legt grossen Wert auf einen kontinuierlichen und transparenten Austausch mit seinen Kundinnen und Kunden. Neben dem regelmässigen Kontakt im Rahmen der Projekte pflegt das Unternehmen auch einen allgemeinen Dialog mit seinen Kundinnen und Kunden, der ein gegenseitiges Verständnis schafft und wertvolle externe Perspektiven einbringt. Ergänzend dazu führt Implenia systematisch Kundenzufriedenheitsbefragungen durch, um Verbesserungspotenziale zu erkennen. Durch die frühzeitige Einbindung in sämtliche Planungsphasen kann das Unternehmen nachhaltigere Lösungen entwickeln und seine Kundinnen und Kunden gezielt zu Varianten und Optimierungen beraten.
1.3 Aktionär/-innen und Investor/-innen
Implenia verfolgt eine offene, transparente und zeitnahe Informationspolitik im Interesse seiner Aktionärinnen, Aktionäre, Investorinnen und Investoren. Siehe auch «Medien und Investoren».
1.4 Geschäftspartner
Implenia arbeitet mit Geschäftspartnern zusammen, die seine Grundwerte teilen. Der Code of Conduct for External Business Partners nimmt daher auch Subunternehmen, Lieferanten und Hersteller in die Pflicht. Ergänzend betreibt Implenia ein Lieferantenmanagementsystem, das die Transparenz der Geschäftsbeziehungen erhöht und eine Kommunikation auf Augenhöhe fördert. Mit den wichtigsten Zulieferbetrieben finden regelmässige Audits statt, bei denen gemeinsam Verbesserungsmassnahmen erarbeitet werden.
1.5 Behörden
Implenia pflegt ein offenes und professionelles Verhältnis zu staatlichen Institutionen. Das Unternehmen setzt alles daran, die gesetzlichen Bestimmungen in seinem stark regulierten Tätigkeitsfeld einzuhalten. Bei vermuteten oder tatsächlichen Gesetzesverstössen kooperiert das Unternehmen vollumfänglich mit den Behörden, unterstützt die Ermittlungen und informiert transparent darüber.
Enge Kontakte mit der öffentlichen Hand gibt es auch im Rahmen von städtebaulichen Entwicklungs- und Infrastrukturprojekten. Implenia treibt solche bedeutenden Vorhaben jeweils in enger Abstimmung mit den zuständigen Verwaltungsstellen voran und führt bevorzugt Architekturwettbewerbe durch. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass Projekte höchste Ansprüche hinsichtlich Nachhaltigkeit, Funktion und Ästhetik erfüllen.
1.6 Sozialpartner
Als eines der führenden Unternehmen in der Baubranche trägt Implenia auch eine besondere Verantwortung als Arbeitgeber und pflegt einen steten und aktiven Dialog mit den Sozialpartnern. Anlässlich regelmässiger Treffen werden Informationen ausgetauscht und gegenseitige Bedürfnisse diskutiert.
1.7 Verbände
Vertreterinnen und Vertreter von Implenia engagieren sich in verschiedenen Organisationen und Verbänden, beispielsweise im Schweizer Baumeisterverband und seinen Sektionen und Fachverbänden, im Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS) oder im Hauptverband der deutschen Bauindustrie in Deutschland. Auch Naturschutzorganisationen gehören zu den wichtigen Gesprächspartnern im Tätigkeitsfeld von Implenia. Die aktive Mitwirkung in Wirtschafts- und Fachverbänden der jeweiligen Länder fördert einen offenen Dialog. Mit diesem Engagement unterstreicht Implenia seinen Anspruch, den Wandel hin zu einer nachhaltigen Bau- und Immobilienbranche gemeinsam mit Kunden und Partnern aktiv voranzutreiben. Eine Liste mit den Mitgliedschaften von Implenia findet sich hier.
1.8 Lokale Bevölkerung
Bei umfangreichen Bauvorhaben bezieht Implenia die Gemeinden und die lokale Bevölkerung in die Planung oder Umsetzung mit ein. Die Bandbreite der Aktivitäten reicht von Informationsanlässen über Baustellenbesichtigungen bis hin zum gezielten Dialog mit Anspruchsgruppen.
1.9 Medien
Implenia betreibt eine aktive und offene Kommunikation. Corporate Communications informiert Medien zeitnah und umfassend über wichtige Ereignisse. Medienschaffende werden regelmässig zu Informationsanlässen eingeladen, damit sie sich persönlich über die Tätigkeiten und die Geschäftsentwicklung auf dem Laufenden halten können. Das Unternehmen schafft so Transparenz gegenüber seinen Anspruchsgruppen und der breiten Öffentlichkeit.
1.10 Gesellschaft
Neben der medialen Kommunikation legt Implenia grossen Wert auf den direkten Austausch mit der Bevölkerung und ermöglicht ihr dabei Einblicke in seine Tätigkeiten. So lädt das Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland Schulkinder zur Besichtigung von Werkhöfen und Bauprojekten ein, zum Beispiel im Rahmen des jährlichen Zukunftstags. Bei Grossprojekten lädt Implenia wenn möglich auch die breite Öffentlichkeit zu Besichtigungen von Baustellen ein oder weiht Bauwerke mit Publikumsanlässen ein – so wie bei der Metrobaustelle in Oslo (Norwegen) oder zur Eröffnung eines Tunnels und Bahnhofs in Varberg (Schweden). In Kooperation mit Universitäten und weiteren Bildungsinstitutionen erhalten Studierende verschiedener Fachrichtungen die Möglichkeit, Einblicke in unterschiedliche Unternehmensbereiche zu gewinnen und ausgewählte Projekte zu besichtigen.
2. Wesentliche Themen
Die Nachhaltigkeitsstrategie von Implenia umfasst die ökonomische, ökologische und soziale Dimension nachhaltiger Entwicklung. Bereits 2015 führte das Unternehmen gemeinsam mit internen und externen Anspruchsgruppen eine erste Wesentlichkeitsanalyse gemäss den Leitlinien der GRI durch. 2023 nahm Implenia eine grundlegend neue Analyse nach dem Ansatz der «doppelten Wesentlichkeit» vor. Dabei wurden neben den bisher identifizierten Themen auch Aspekte berücksichtigt, die Teil der GRI Standards (GRI) sowie der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) sind. 2024 und 2025 überprüfte und schärfte das globale Nachhaltigkeitsteam die wesentlichen Themen aus dem Vorjahr. Die Präzisierungen zu spezifischen Auswirkungen, Risiken und Chancen der ESRS-Themenstandards flossen in die aktuelle Berichterstattung ein.
Der Ansatz der doppelten Wesentlichkeit bewertet einerseits die Auswirkungen eines Unternehmens auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft (Inside-Out-Perspektive) und andererseits die finanziellen Chancen und Risiken von Nachhaltigkeitsthemen für die Geschäftstätigkeit (Outside-In-Perspektive). Um die wichtigsten finanziell relevanten Themen zu identifizieren, führte Implenia eine interne Befragung von Mitgliedern des Verwaltungsrats, des IEC, des oberen Managements und bei den Nachhaltigkeitsspezialisten durch. Die Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft wurden zudem von externen Stakeholdern in einer Online-Umfrage bewertet. Zu den Teilnehmenden zählten wichtige Kunden, Lieferanten, NGO, Investoren, Banken, Universitäten, Verbände, Gewerkschaften, Wettbewerber, Medien und Behörden.
Auf der Grundlage dieser umfangreichen Analyse wurden folgende wesentlichen Themen gemäss GRI Standards identifiziert. Die Kapitel, in denen die zugehörigen Ziele und Massnahmen erläutert werden, sind jeweils verlinkt:
- Gesundheit und Sicherheit (GRI: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz)
- Interne Arbeitsbedingungen (GRI: Beschäftigung, Diversität und Chancengleichheit,
Aus- und Weiterbildung) - Kreislaufwirtschaft(GRI: Materialien)
- Integrität (GRI: Korruptionsbekämpfung, Wettbewerbswidriges Verhalten, Nichtdiskriminierung)
- Umweltschutz (GRI: Abfall)
- Energie und CO₂ (GRI: Energie, Emissionen)
- Lieferkette (GRI: Umweltbewertung der Lieferanten, Soziale Bewertung der Lieferanten)
- Wirtschaftliche Leistung (GRI: Wirtschaftliche Leistung)
- Externe Arbeitskräfte (GRI: Beschäftigung)
Die wesentlichen Themen entsprechen wie folgt den Anforderungen des Schweizerischen Obligationenrechts Art. 964b:
- Gesundheit und Arbeitssicherheit: Arbeitnehmerbelange
- Interne Arbeitsbedingungen: Arbeitnehmerbelange
- Kreislaufwirtschaft: Umweltbelange
- Integrität: Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung der Korruption
- Umweltschutz: Umweltbelange
- Energie und CO₂: Umweltbelange
- Lieferkette: Achtung der Menschenrechte, Umweltbelange
- Wirtschaftliche Leistung: Beschreibung des Geschäftsmodells
- Externe Arbeitskräfte: Achtung der Menschenrechte
3. Risiken und Chancen aufgrund des Klimawandels
3.1 Risikomanagement bei Implenia
Der systematische Umgang mit Chancen und Risiken ist ein zentraler Pfeiler der erfolgreichen Unternehmensführung. Entsprechend setzt Implenia ein umfassendes Enterprise Risk Management (ERM) ein, das auf integrierten Prozessen und klar definierten Verantwortlichkeiten basiert.
Das ERM unterstützt das Management dabei, Entscheidungen zu treffen sowie die strategischen und operativen Ziele zu erreichen. Zweimal pro Jahr identifiziert die Geschäftsleitung die relevantesten Risiken. Im Verwaltungsrat kümmert sich das Audit Committee um alle Angelegenheiten des Risikomanagements.
Als Bau- und Immobiliendienstleister mit einem breiten Portfolio ist Implenia in vielfältiger Weise vom Klimawandel betroffen. Das ERM hilft der Gruppe bei der Beurteilung von Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel und anderen Nachhaltigkeitsthemen. Diese werden jährlich mit Hilfe eines standardisierten Prozesses bestimmt, bewertet und überwacht, um daraus geeignete Massnahmen abzuleiten. Implenia hat fünfstufige Auswirkungsskalen (Impact Scales) definiert, die sowohl die mögliche Auswirkung als auch die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos betrachten. Um Kohärenz zu gewährleisten, verwendet Implenia die Auswirkungsskalen des ERM auch in der Wesentlichkeitsanalyse.
3.2 Prozess zur Identifikation von Klimachancen und -risiken
Implenia baut den Risikoprozess kontinuierlich aus und orientiert sich dabei an den Empfehlungen der internationalen Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD). Entsprechend berücksichtigt das Unternehmen sowohl physische Risiken (wie die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse) als auch Übergangsrisiken (wie regulatorische Änderungen und Verschiebungen in der Marktnachfrage). Um die Bedeutung dieser Risiken zu bewerten, setzt Implenia qualitative und quantitative Methoden ein.
2025 optimierte Implenia seinen klimabezogenen Bewertungsrahmen, um neben den Risiken auch die Chancen aus dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft besser zu erfassen. Aufbauend auf der bisherigen Methodik, die sich auf das 1,5-Grad-Szenario beschränkte, bewertet das Unternehmen nun ein breiteres Spektrum möglicher Klimaszenarien. Dieser Multi-Szenarien-Ansatz ermöglicht es Implenia, die Widerstandsfähigkeit von Strategien und Investitionen im Kontext verschiedener Zukunftsentwicklungen zu testen, und entspricht den Empfehlungen der TCFD.
Klimaszenarien sind modellierte Zukunftspfade auf Basis von Annahmen zu Politik, Technologien, Energiebedarf und Verhalten. Sie definieren unterschiedliche Erwärmungsgrade auf globaler Ebene und sind nicht auf einzelne Unternehmen zugeschnitten. Implenia kann die möglichen finanziellen Auswirkungen je Szenario bewerten, hat jedoch keinen Einfluss auf die Szenarien selbst. Die folgende Liste fasst die wichtigsten Merkmale der drei von Implenia verwendeten Klimaszenarien zusammen:
1,5-Grad-Szenario (IEA NZE 2050)
Dieses Szenario geht davon aus, dass sich die Erde gegenüber der vorindustriellen Zeit maximal um 1,5 °C erwärmt. Der Bausektor steht unter starkem Erwartungsdruck von Regulierungsbehörden, Investoren und Kunden, sich zu dekarbonisieren. Übergangsrisiken dominieren, während physische Risiken gering bleiben. Es besteht jedoch ein hohes Reputations- und Compliance-Risiko.
Chancen: Wettbewerbsvorteile durch eine frühzeitige Einführung kohlenstoffarmer Technologien, zirkuläres Bauen und Führungsrolle bei nachhaltigen Innovationen.
Szenario «Deutlich unter 2 °C» (IEA B2DS)
Dieses Szenario geht davon aus, dass sich die Erde im Vergleich zum vorindustriellen Niveau um deutlich weniger als 2°C erwärmen wird, wobei die Erwärmung höher ausfällt als im 1,5-Grad-Szenario. Entsprechend wären die Konsequenzen des Klimawandels deutlich spürbar. Dieses Szenario kombiniert zunehmende physische Risiken – wie Hitzestress und Überschwemmungen – mit beschleunigten Übergangsforderungen. Es verändert die Gestaltung von Gebäuden, Energiesysteme und die Materialwahl.
Chancen: Wachstumspotenziale in den Bereichen klimaresistente Infrastruktur, städtische Anpassungsplanung und Elektrifizierung durch die Integration erneuerbarer Energien.
4,3-Grad-Szenario (RCP 8.5)
Erwärmt sich die Erde gegenüber der vorindustriellen Zeit um 4,3 °C, dominieren schwerwiegende physische Klimaauswirkungen, darunter Sachschäden, wetterbedingte Verzögerungen und steigende Versicherungskosten. Die Übergangsrisiken sind weniger unmittelbar, hingegen bedrohen langfristige Störungen die Geschäftskontinuität.
Chancen: Zunehmende Nachfrage nach klimaresistenter Infrastruktur, der Nachrüstung gefährdeter Anlagen und der Neugestaltung von Gebäuden, um extremen Bedingungen standzuhalten.
Im Rahmen des Risikobewertungsprozesses fokussiert Implenia auf Faktoren, die das Unternehmen besonders betreffen. Dazu gehören allgemeine Entwicklungen in den Bau- und Immobilienmärkten, anstehende Gesetzesänderungen und sich abzeichnende Trends in bedeutenden Märkten. Risiken und Chancen werden anschliessend anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen priorisiert.
Das Unternehmen bezieht auch regionale Unterschiede und unterschiedliche Zeithorizonte mit ein und richtet seine Risikobewertung an seinen Finanzplanungszyklen aus. Risiken werden über die folgenden Zeithorizonte betrachtet:
- Kurzfristiger Horizont (weniger als 1 Jahr): konzentriert sich auf operative Risiken wie Unterbrechungen der Lieferkette, Projektverzögerungen, kurzfristige Zinsschwankungen und unmittelbare Auswirkungen extremer Wetterereignisse (akute physische Risiken), die sich auf Baustellen oder die Logistik auswirken können.
- Mittelfristiger Horizont (2 bis 5 Jahre): Bewertung strategischer Risiken, darunter regulatorische Änderungen (beispielsweise neue Bauvorschriften, ESG-Berichtsstandards oder CO2-Bepreisungsmechanismen wie das EU-Emissionshandelssystem), Verschiebungen der Marktnachfrage, Verfügbarkeit von Arbeitskräften und steigende Versicherungskosten im Zusammenhang mit klimabedingten Risiken.
- Langfristiger Horizont (über 5 Jahre): berücksichtigt chronische physische Risiken (etwa steigende Temperaturen oder steigenden Meeresspiegel) sowie technologische Umbrüche bei den Bauverfahren. Diese Risiken können die Widerstandsfähigkeit von Vermögenswerten, langfristige Investitionsentscheidungen und die Rentabilität bestimmter Projektarten beeinflussen.
Während des Bewertungsprozesses werden die potenziellen finanziellen Auswirkungen, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Minderungsmassnahmen für jedes wesentliche klimabezogene Risiko ermittelt. Diese detaillierte Analyse ermöglicht es, wirksame Strategien zur Bewältigung der Risiken zu entwickeln und die Chancen des Übergangs zu einer CO₂-armen Wirtschaft zu nutzen.
3.3 Übersicht der klimabedingten Risiken
Die folgenden Tabellen zeigen die Klimarisikoanalyse von Implenia, die unter Berücksichtigung der drei vorgängig beschriebenen Szenarien gemäss Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) durchgeführt wurde. Sie stellen die potenziellen Auswirkungen und die Eintrittswahrscheinlichkeit jedes Risikos in jedem Szenario dar. Hierbei wird zwischen Transitionsrisiken und physischen Risiken unterschieden. Transitionsrisiken entstehen durch den Wandel hin zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft. Sie resultieren nicht aus dem Klimawandel selbst, sondern aus politischen, regulatorischen, technologischen und marktbedingten Veränderungen, die mit diesem Wandel einhergehen. Physische Risiken hingegen entstehen durch die direkten Auswirkungen des Klimawandels und wirken sich auf den Betrieb, Projekte, Vermögenswerte und Lieferketten aus.
Transitionsrisiken
Politik und Recht
| Klimabedingte Risiken | Mögliche finanzielle Auswirkungen | Auswirkung | Wahrscheinlichkeit | Risikominderungsmassnahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Szenario* | 1,5 °C | <2 °C | 4,3 °C | 1,5 °C | <2 °C | 4,3 °C | ||
| Nichterfüllung der ESG-Kriterien |
| Hoch | Mittel | Gering | Hoch | Mittel | Gering |
|
| Nichteinhaltung von Umweltstandards im Bausektor |
| Hoch | Mittel | Gering | Mittel | Mittel | Gering |
|
| Erhöhter CO₂-Preis |
| Hoch | Mittel | Gering | Hoch | Mittel | Gering |
|
*1,5 °C (IEA NZE): Geringe physische Risiken und hohe Transitionsrisiken aufgrund einer raschen und strengen Klimapolitik.
<2 °C (IEA B2DS): Zunehmende physische Risiken und hohe Transitionsrisiken, da die Auswirkungen des Klimawandels zunehmen und die Regulierungen streng bleiben.
4,3 °C (RCP 8,5): Sehr hohe physische Risiken und geringere Transitionsrisiken aufgrund begrenzter Klimaschutzmassnahmen.
Markt
| Klimabedingte Risiken | Mögliche finanzielle Auswirkungen | Auswirkung | Wahrscheinlichkeit | Risikominderungsmassnahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Szenario* | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | ||
| Verändertes Kundenverhalten |
| Hoch | Mittel | Gering | Hoch | Mittel | Gering |
|
| Verfügbarkeit und steigende Kosten von Rohstoffen |
| Mittel | Hoch | Hoch | Gering | Mittel | Hoch |
|
| Nicht-nachhaltige Lieferkette |
| Mittel | Mittel | Gering | Hoch | Mittel | Gering |
|
*1,5 °C (IEA NZE): Geringe physische Risiken und hohe Transitionsrisiken aufgrund einer raschen und strengen Klimapolitik.
<2 °C (IEA B2DS): Zunehmende physische Risiken und hohe Transitionsrisiken, da die Auswirkungen des Klimawandels zunehmen und die Regulierungen streng bleiben.
4,3 °C (RCP 8,5): Sehr hohe physische Risiken und geringere Transitionsrisiken aufgrund begrenzter Klimaschutzmassnahmen.
Technologie
| Klimabedingte Risiken | Mögliche finanzielle Auswirkungen | Auswirkung | Wahrscheinlichkeit | Risikominderungsmassnahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Szenario* | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | ||
| Umstellung auf emissionsärmere Technologien und Produkte |
| Hoch | Mittel | Gering | Hoch | Mittel | Gering |
|
| Komplexere Konstruktionsmethoden |
| Mittel | Mittel | Gering | Mittel | Mittel | Gering |
|
*1,5 °C (IEA NZE): Geringe physische Risiken und hohe Transitionsrisiken aufgrund einer raschen und strengen Klimapolitik.
<2 °C (IEA B2DS): Zunehmende physische Risiken und hohe Transitionsrisiken, da die Auswirkungen des Klimawandels zunehmen und die Regulierungen streng bleiben.
4,3 °C (RCP 8,5): Sehr hohe physische Risiken und geringere Transitionsrisiken aufgrund begrenzter Klimaschutzmassnahmen.
Reputation
| Klimabedingte Risiken | Mögliche finanzielle Auswirkungen | Auswirkung | Wahrscheinlichkeit | Risikominderungsmassnahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Szenario* | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | ||
| Negatives Stakeholder-Feedback |
| Hoch | Mittel | Gering | Hoch | Mittel
| Gering |
|
| Unzureichend auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Prozesse |
| Mittel | Mittel | Gering | Hoch | Mittel | Gering |
|
*1,5 °C (IEA NZE): Geringe physische Risiken und hohe Transitionsrisiken aufgrund einer raschen und strengen Klimapolitik.
<2 °C (IEA B2DS): Zunehmende physische Risiken und hohe Transitionsrisiken, da die Auswirkungen des Klimawandels zunehmen und die Regulierungen streng bleiben.
4,3 °C (RCP 8,5): Sehr hohe physische Risiken und geringere Transitionsrisiken aufgrund begrenzter Klimaschutzmassnahmen.
Physische Risiken
Akut
Klimabedingte Risiken | Mögliche finanzielle Auswirkungen | Auswirkung | Wahrscheinlichkeit | Risikominderungsmassnahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Szenario* | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | ||
| Extreme Wetterereignisse |
| Gering | Mittel | Hoch | Gering | Mittel | Hoch |
|
*1,5 °C (IEA NZE): Geringe physische Risiken und hohe Transitionsrisiken aufgrund einer raschen und strengen Klimapolitik.
<2 °C (IEA B2DS): Zunehmende physische Risiken und hohe Transitionsrisiken, da die Auswirkungen des Klimawandels zunehmen und die Regulierungen streng bleiben.
4,3 °C (RCP 8,5): Sehr hohe physische Risiken und geringere Transitionsrisiken aufgrund begrenzter Klimaschutzmassnahmen.
Chronisch
| Klimabedingte Risiken | Mögliche finanzielle Auswirkungen | Auswirkung | Wahrscheinlichkeit | Risikominderungsmassnahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Szenario* | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | 1,5°C | <2°C | 4,3°C | ||
| Anhaltend höhere Temperaturen und Anstieg des Meeresspiegels |
| Gering | Mittel | Hoch (sehr hoch) | Gering | Mittel | Hoch |
|
| Verfügbarkeit und Kosten von Versicherungen |
| Gering | Mittel | Hoch (sehr hoch) | Gering | Mittel | Hoch |
|
*1,5 °C (IEA NZE): Geringe physische Risiken und hohe Transitionsrisiken aufgrund einer raschen und strengen Klimapolitik.
<2 °C (IEA B2DS): Zunehmende physische Risiken und hohe Transitionsrisiken, da die Auswirkungen des Klimawandels zunehmen und die Regulierungen streng bleiben.
4,3 °C (RCP 8,5): Sehr hohe physische Risiken und geringere Transitionsrisiken aufgrund begrenzter Klimaschutzmassnahmen.
Die Vielfalt der Märkte und Leistungen von Implenia beeinflusst sowohl die Art als auch den Schweregrad der Risiken, da verschiedene Regionen und Aktivitäten unterschiedlichen ökologischen Herausforderungen und regulatorischen Rahmenbedingungen ausgesetzt sein können. Die Tabelle zeigt die Risikoanalyse im Zusammenhang mit dem Klimawandel auf Gruppenebene.
Im Rahmen des TCFD-orientierten Ansatzes definiert Implenia gezielte Risikominderungsmassnahmen, die darauf ausgerichtet sind, sowohl die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Risikos als auch dessen potenzielle finanzielle Auswirkungen zu verringern. Diese Massnahmen werden in die strategische Planung integriert, um sicherzustellen, dass Risiken aktiv bearbeitet und mit den langfristigen Nachhaltigkeitszielen von Implenia in Einklang gebracht werden. Die in der obenstehenden Tabelle angegebenen Wahrscheinlichkeiten basieren daher auf den Ausgangsbedingungen ohne Berücksichtigung der Minderungsmassnahmen.
Dabei beachtet Implenia die Unterschiede in der Art der Übergangsrisiken und der physischen Risiken sowie die geografische Vielfalt seiner Märkte. Physische Risiken (z. B. extreme Wetterereignisse) treten unabhängig von Minderungsmassnahmen auf. In diesen Fällen zielen Minderungsmassnahmen darauf ab, die potenziellen finanziellen und betrieblichen Auswirkungen zu minimieren.
3.4 Übersicht der klimabezogenen Chancen
Gleichzeitig mit der Analyse der Risiken hat Implenia auch klimabezogene Chancen identifiziert, die zur langfristigen Wertschöpfung und zur Stärkung der strategischen Positionierung beitragen können. Dazu gehören beispielsweise die Nachfrage nach widerstandsfähiger Infrastruktur, kohlenstoffarmen Baulösungen und energieeffizientem Design. Diese Chancen werden anhand desselben szenariobasierten Rahmens wie die Klimarisiken bewertet, wobei regionale und tätigkeitsbezogene Unterschiede in den finanziellen Auswirkungen berücksichtigt werden. Die erkannten Chancen wurden auf Konzernebene konsolidiert.
Die Chancen wurden gemäss der von der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) definierten Hauptchancenbereiche kategorisiert und sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Klimabezogene Chancen und potenzielle finanzielle Auswirkungen
| Typ | Klimabezogene Chancen | Mögliche finanzielle Auswirkungen |
|---|---|---|
| Ressourceneffizienz | Umsetzung zirkulärer Bauweisen (Recycling von Materialien, Wiederverwendung von Bauteilen) | Reduziert Materialabhängigkeit und -kosten, verbessert die Projektmargen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Preisschwankungen |
| Implementierung modularer Bautechniken zur Optimierung des Materialeinsatzes und zur Reduzierung von Baustellenabfällen | Senkt die Materialkosten, verkürzt die Projektdauer und steigert die Rentabilität bei gleichzeitiger Unterstützung nachhaltiger Bauzertifizierungen | |
| Energiequelle | Einsatz von kohlenstoffarmen Bautechnologien, elektrifizierten Maschinen und erneuerbaren Energien auf Baustellen und in Immobilien | Reduziert Emissionsabgaben für CO₂ und verschafft dem Unternehmen eine günstige Ausgangslage bei Ausschreibungen für kohlenstoffreduzierte Projekte, insbesondere bei staatlichen Ausschreibungen, sowie potenzielle Steuervorteile. Die Schweizer CO₂-Abgabe ist ein konkretes Beispiel dafür, wie solche Massnahmen finanzielle Vorteile bringen können |
| Integration der Erzeugung erneuerbarer Energien vor Ort (Solaranlagen, Wärmepumpen) in Immobilienentwicklungen und Infrastrukturprojekten | Reduziert die langfristigen Energiekosten für Immobilien, steigert den Immobilienwert und erhöht die Attraktivität für Mieter und Investoren, die nach kohlenstoffarmen Gebäuden suchen | |
| Produkte und Dienstleistungen | Angebot klimaresistenter Infrastrukturlösungen für Kunden (Regenwassermanagement, hochwassersichere Strukturen) | Erschliesst neue Marktsegmente, steigert die Wettbewerbsfähigkeit und generiert Einnahmen aus klimaresistenten Projekten |
| Steigende Nachfrage nach widerstandsfähiger Infrastruktur in den Bergregionen der Schweiz, einschliesslich des Schutzes vor saisonalen Hochwassern, Überschwemmungen, Erdrutschen und Stürmen | Schafft neue Einnahmequellen durch klimafreundliche Infrastrukturprojekte, reduziert potenzielle Kosten durch klimabedingte Störungen, stärkt die Marktposition in Regionen mit hoher Nachfrage und verbessert die Reputation des Unternehmens als Anbieter innovativer, widerstandsfähiger Ingenieurslösungen | |
| Märkte | Entwicklung eines robusten ESG-konformen Portfolios (zertifizierte Projekte, nachhaltige Materialien, transparente Berichterstattung) | Verbessert die Reputation, erleichtert den Zugang zu ESG-orientierten Investoren und erhöht die Berechtigung für nachhaltigkeitsbezogene Finanzierungen |
| Wachsende Nachfrage nach nachhaltigen, energieeffizienten Gebäuden und klimaresistenter Infrastruktur | Ausweitung der Dienstleistungen im Bereich der Planung und des Baus von grünen Gebäuden (Minergie, SNBS, LEED) verbessert die Wettbewerbsfähigkeit und eröffnet den Zugang zu neuen Kundensegmenten | |
| Resilienz | Partnerschaften mit zertifizierten, kohlenstoffarmen und lokal ansässigen Lieferanten, digitale Überwachung der Lieferkette | Reduziert Störungen und Kosten in der Lieferkette, mindert das Risiko der Kohlenstoffbepreisung und stärkt die Eignung für nachhaltige Ausschreibungen und Finanzierungen |
| Umsetzung von küsten- und hochwasserangepassten Designstandards in langfristigen Infrastrukturprojekten | Minimiert langfristige Vermögensrisiken, schützt Investitionen und verbessert die Eignung für öffentliche und private klimafreundliche Projekte | |
| Modernisierung von Baustellen und Projektdesigns, um extremen Wetterereignissen (Überschwemmungen, Stürmen) standzuhalten | Reduziert Reparaturkosten, Versicherungsprämien und Projektverzögerungen und minimiert Betriebsunterbrechungen sowie finanzielle Verluste |
4. Auswirkung von Risiken und Chancen bei weiteren wesentlichen Themen
Im Enterprise Risk Management berücksichtigt Implenia neben Klimarisiken auch weitere Risiken im Zusammenhang mit wesentlichen Themen der Nachhaltigkeit. Auf dieser Grundlage hat das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsziele für 2025 und 2030 festgelegt.
4.1 Umwelt
- Die Realisierung von Immobilien- und Infrastrukturprojekten belastet die Umwelt – hauptsächlich in Form von Emissionen. Die Art und Weise, wie geplant und gebaut wird, wirkt sich nicht nur während des Bauens, sondern auch indirekt auf die Emissionen während der Nutzungsphase eines Bauobjekts aus, etwa durch die Wahl der Energiequellen für Heizung und Kühlung.
- Ein Grossteil der Emissionen fällt bereits bei der Herstellung und Lieferung von Bauprodukten an. Es gilt, Lieferanten und Subunternehmen, wie auch die eigenen Mitarbeitenden, zu sensibilisieren.
- Die Bauindustrie verursacht beträchtliche Mengen an Abfällen und zählt zu den Grossverbrauchern fossiler Energie und demzufolge zu den grössten CO₂-Emittenten.
- Kenntnisse über die Umweltauswirkungen und über mögliche Umweltvorfälle auf Baustellen sind ebenso wichtig wie das Verankern von Umweltschutzmassnahmen in allen Kernprozessen.
- Das Konzept der Kreislaufwirtschaft – etwa die Wiederverwendung von Ausbruchmaterial aus dem Tunnelbau oder die Verwertung von Restbeton – trägt zur Schonung der Umwelt bei.
Betroffene wesentliche Themen: Kreislaufwirtschaft, Energie und CO₂, Lieferkette, Umweltschutz
4.2 Soziales
- Die Bauindustrie birgt ein überdurchschnittliches Unfallrisiko. Die Gewährleistung einer sicheren Arbeitsumgebung hat für Implenia höchste Priorität.
- In der Bauindustrie besteht Fachkräftemangel. Die Aus- und Weiterbildung des eigenen Fachpersonals ist daher entscheidend für den nachhaltigen Erfolg.
- Für die Leistungsfähigkeit, die Kultur und die Beständigkeit des Unternehmens ist die langfristige Bindung und Weiterentwicklung der Mitarbeitenden zentral.
Betroffene wesentliche Themen: Gesundheit und Sicherheit, Interne Arbeitsbedingungen, Externe Arbeitskräfte
4.3 Governance
- Die fortwährende Sensibilisierung der Mitarbeitenden und die Verankerung der im Code of Conduct festgelegten Werte in den Unternehmensprozessen sind notwendig, um Verstösse zu verhindern.
- Die Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten von Implenia auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft sind weitreichend. Es ist wichtig, dass sich Implenia aktiv an der langfristigen Entwicklung seines unmittelbaren und globalen Umfelds beteiligt.
- Als internationale Gruppe ist es wichtig, dass Erfahrungen und Fachwissen sowohl innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche als auch unternehmensübergreifend geteilt werden.
Betroffene wesentliche Themen: Integrität, Lieferkette, Wirtschaftliche Leistung
5. Sustainable Development Goals
Implenia orientiert sich bei seinem Engagement an den Sustainable Development Goals (SDG) der UNO. Die Gruppe will mit ihren Nachhaltigkeitsleistungen dazu beitragen, dass die Weltgemeinschaft diese Ziele erreicht, insbesondere bei folgenden SDG:

6. Standards und Regulierungen
Die ESG-Regulierungen in den Märkten von Implenia haben in den vergangenen Jahren stetig zugenommen und führen zu erhöhten Anforderungen an das Unternehmen. Nationale und internationale Gesetze, Richtlinien und Verordnungen werden laufend in Arbeitsgruppen analysiert, die vom 2023 gegründeten ESG-Reporting-Kernteam geleitet werden. Diese Arbeitsgruppen setzen sich aus Vertretenden von Finance, Legal und Sustainability zusammen und beziehen die jeweils betroffenen Unternehmenseinheiten sowie das Implenia Executive Committee ein. Erforderliche Massnahmen werden schrittweise umgesetzt. Dazu zählt auch die Bereitstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Informationen.
Mit dem vorliegenden Bericht erfüllt Implenia insbesondere die nachfolgend aufgeführten gesetzlichen Verpflichtungen:
- Schweizer Verordnung über Sorgfaltspflichten und Transparenz bezüglich Mineralien und Metallen aus Konfliktgebieten und Kinderarbeit (VSoTr)
- Schweizerisches Obligationenrecht (OR) – Transparenz über nichtfinanzielle Belange (Art. 964a ff.) und bezüglich Mineralien und Metallen aus Konfliktgebieten und Kinderarbeit (Art. 964j ff.)
- Transparenz über nichtfinanzielle Belange (Schweizer Obligationenrecht Art. 964b OR)
- Deutsches Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LKSG)
- Norwegisches Transparenzgesetz
Implenia orientiert sich zudem an den folgenden EU-Regulierungen:
- EU Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)
- EU Taxonomy for Sustainable Activities
- EU Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD)
Ziele 2025
Auf der Grundlage der umfassenden Wesentlichkeitsanalyse mit internen und externen Anspruchsgruppen (siehe oben) definierte Implenia 2020 mittelfristige Nachhaltigkeitsziele, die bis Ende 2025 erreicht werden sollten. Dabei berücksichtigte das Unternehmen sowohl die Risiken und Chancen der nachhaltigen Entwicklung als auch die Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen. In den vergangenen Jahren nahm Implenia einzelne Feinjustierungen an den Zielen vor. So wurde Ziel 4 «CO₂-Reduktion» in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat um die Betrachtung von Scope 1, 2 und 3 ergänzt, und einige Unterziele wurden durch das Sustainability Committee präzisiert. Die nachfolgende Tabelle fasst den erreichten Stand der Ziele 2025 zusammen. Die zugrunde liegenden Massnahmen sowie der detaillierte Erfüllungsgrad, insbesondere bei den nicht (vollständig) erreichten Unterzielen, sind unter «Mehr dazu» einsehbar. Wurde mindestens ein Unterziel nicht oder nur teilweise erreicht, wurde auch das übergeordnete Ziel entsprechend als nicht oder teilweise erreicht bewertet. Die für 2025 definierten Ziele wurden grösstenteils erreicht und bilden eine solide Grundlage für die konsequente Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.
Im vergangenen Jahr definierte Implenia neue Ziele. Diese konzentrieren sich auf acht Themenbereiche und gelten bis 2030. Jedes Ziel hat einen klaren Wirkungsfokus und umfasst ambitionierte KPIs sowie konkrete Massnahmen. Dabei wurden auch die alten Ziele, welche bis Ende 2025 noch nicht abschliessend erreicht wurden, berücksichtigt. Weitere Informationen dazu finden sich in der Übersicht der neuen Ziele 2030.
geplant
auf Kurs
nicht auf Kurs
kritisch
| Bearbeitungszeitraum und Status | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gruppenziel 2025 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | |
1. Nachhaltige Entwicklung und RealisierungWir entwickeln und bauen nach den höchsten Nachhaltigkeitsstandards und tragen zu deren Weiterentwicklung bei. Unterziele | ||||||
1.1 Wir zertifizieren alle unsere Entwicklungsprojekte nach etablierten Nachhaltigkeitslabels und streben die höchsten Zertifizierungsanforderungen an (z. B. SNBS, DGNB, SEED). | ||||||
1.2 Wir reduzieren den CO2-Fussabdruck (Betriebs- und Erstellungsemissionen) unserer Entwicklungsprojekte und fördern konsequent den Holzbau. | ||||||
1.3 Wir erhöhen systematisch den Anteil erneuerbarer Energien (z. B. durch die Installation von PV-Anlagen) und minimieren den Verbrauch von Energie (einschliesslich CO2-Emissionen) und Wasser sowie die Produktion von Abfall bei Entwicklungsprojekten. | ||||||
2. Nachhaltige LieferketteWir arbeiten mit nachhaltigen Partnern zusammen und verbessern uns laufend gegenseitig. Unterziele | ||||||
2.1 Mindestens 75 % der Vergabesumme von Implenia geht an Subunternehmer und Lieferanten, die nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet wurden und unsere erhöhten Anforderungen erfüllen. | ||||||
2.2 Wir verabschieden eine gruppenweite Beschaffungsrichtlinie in Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien und schulen alle Einkäufer und Projektmanager danach. | ||||||
2.3 Wir intensivieren die Zusammenarbeit mit den größten und wichtigsten Partnern bei Bauprojekten und vereinbaren regelmäßige Stakeholder-Dialoge und Audits. | ||||||
3. Ökologische BaustelleWir überzeugen und unterstützen unsere Kunden, indem wir projektspezifische Nachhaltigkeitskonzepte anbieten und herausragende nachhaltige Lösungen während der Bauphase umsetzen. Unterziele | ||||||
3.1 In der Akquisitionsphase legen wir mindestens einen Schwerpunkt auf ein Nachhaltigkeitsthema und analysieren für unsere Kunden systematisch Nachhaltigkeitsvarianten. Damit legen wir die Grundlage für eine projektspezifische Nachhaltigkeitsstrategie. | ||||||
3.2 Wir definieren unseren eigenen Standard für nachhaltiges Baustellenmanagement und auditieren und zeichnen jährlich unsere besten Projekte aus. | ||||||
3.3 Wir bieten Beratungsdienste zum nachhaltigen Bauen als Teil unseres Dienstleistungsangebots an. | ||||||
4. CO2-ReduktionWir streben bis 2050 einen CO₂-Ausstoss von netto-null in den Scopes 1, 2 und 3 an und reduzieren bis 2025 unsere gruppenweiten umsatzbereinigten CO₂-Emissionen in den Scopes 1 und 2 um insgesamt 15% im Vergleich zu 2020. Unterziele | ||||||
4.1 Wir verfolgen konsequent unsere Dekarbonisierungsstrategie, reduzieren unsere jährlichen umsatzbereinigten CO2-Emissionen in Scope 1 und 2 der gesamten Gruppe um 3 % und bis 2025 um 15 % im Vergleich zu 2020. Dabei erfassen wir jährlich den CO2-Fussabdruck jedes Landes, in dem wir tätig sind, und legen länderspezifische CO2-Reduktionspfade fest. | ||||||
4.2 Wir prüfen alle für den Einsatz von Solaranlagen geeigneten Dächer und Fassaden von Implenia mit dem Ziel, die interne Solarstromproduktion auf 3 GWh zu verdreifachen. | ||||||
4.3 Wir verbessern die Energieeffizienz all unserer Liegenschaften und Produktionsanlagen. | ||||||
4.4 Wir definieren ein konzernweites Mobilitätskonzept mit fossilfreien Autos und setzen an jedem Standort mit 50 oder mehr Mitarbeitenden spezifische Konzepte um. | ||||||
4.5 Wir erhöhen kontinuierlich den Anteil erneuerbarer Energie in unserem Strommix und streben 100 % erneuerbare Energie in unseren Liegenschaften und Produktionsanlagen an. | ||||||
5. UmweltschutzWir führen bei allen Projekten ein professionelles Umweltmanagement ein, um Umweltvorfälle zu vermeiden. Unterziele | ||||||
5.1 Wir rapportieren unsere Umweltvorfälle nach Schweregrad und reduzieren durch Korrekturmassnahmen unsere jährlichen Umweltvorfälle kontinuierlich auf null schwere Vorfälle. | ||||||
5.2 Wir reduzieren Bauabfälle, führen auf allen unseren Baustellen Abfalltrennungssysteme ein und erhöhen die Recyclingquote auf 100 % für Materialien, deren Wiederaufbereitung technisch sinnvoll ist. | ||||||
5.3 Wir richten unsere Umweltorganisation so ein, dass alle unsere Mitarbeitenden kompetente Ansprechpartner für den Umweltschutz haben und dreimal jährlich zu einem Umweltthema geschult werden. | ||||||
6. KreislaufwirtschaftWir entwickeln neue zirkuläre Geschäftsmodelle und tragen aktiv zur Schließung von Stoffkreisläufen bei.
Unterziele | ||||||
6.1 Wir entwickeln die Kreislaufstrategie von Implenia und schaffen ein gemeinsames Verständnis des Themas. | ||||||
6.2 Wir entwickeln und testen neue Geschäftsmodelle, die die gesamte Wertschöpfungskette umfassen und zur Schließung von Stoffkreisläufen beitragen. | ||||||
6.3 Wir positionieren uns als wichtiger Akteur auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft, organisieren Fachveranstaltungen und beraten Kunden zu diesem Thema. | ||||||
7. Nachhaltigkeit in unserer DNAWir leben Nachhaltigkeit in unserem täglichen Handeln und kommunizieren transparent über unsere Erfahrungen und Ergebnisse. Unterziele | ||||||
7.1 Wir positionieren Implenia über alle Medienkanäle als führenden Bau- und Immobiliendienstleister im Bereich der Nachhaltigkeit. | ||||||
7.2 Wir fördern nachhaltiges Handeln unserer Mitarbeiter im Büro und auf Baustellen. | ||||||
8. Engagierte MitarbeitendeWir streben null Berufsunfälle an und stehen bedingungslos für Arbeitssicherheit, moderne Arbeitsbedingungen, hohe Mitarbeiterzufriedenheit und eine niedrige Fluktuationsrate. Unterziele | ||||||
8.1 Die Sicherheit wird kontinuierlich durch messbare Massnahmen verbessert. | ||||||
8.2 Wir unterstützen die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden und setzen uns für eine langfristige Entwicklung unseres kaufmännischen und technischen Personals ein. | ||||||
8.3 Wir schaffen eine moderne und familienfreundliche Arbeitsumgebung und erhöhen die Zufriedenheit der Mitarbeiter innerhalb von 5 Jahren kontinuierlich. | ||||||
8.4 Wir fördern Vielfalt und Integration in unserem Unternehmen und legen zu diesem Zweck in jedem Land ein Konzept mit verbindlichen Jahreszielen fest. | ||||||
8.5 Auf der Grundlage unserer gruppenweiten Nachhaltigkeitsziele definieren wir mit unseren Mitarbeitenden mindestens ein verbindliches jährliches Nachhaltigkeitsziel. | ||||||
9. Implenia ohne GrenzenWir engagieren uns in sozialen Partnerschaften und arbeiten mit unseren Interessenvertretern über die Baustelle hinaus zusammen. Unterziele | ||||||
9.1 Wir stehen in unserer Branche beispielhaft für eine erfolgreiche «Corporate Social Responsibility»-Strategie. | ||||||
9.2 Wir unterstützen soziale Projekte in jedem Markt finanziell oder durch das Engagement unserer Mitarbeiter und engagieren uns auch durch die Teilnahme an gesellschaftlichen Veranstaltungen. | ||||||
9.3 Wir stärken oder starten den Dialog mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in unseren Märkten. Deshalb laden wir unsere wichtigsten Anspruchsgruppen zu einem regelmässigen Austausch ein. | ||||||
10. Ethische GovernanceWir leben eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Compliance-Verstössen, richten unsere Geschäfte stets nach verantwortungsvollen und ethische Prinzipien aus und fordern dasselbe Verhalten von unseren Partnern ein. Unterziele | ||||||
10.1 Wir sensibilisieren unsere Mitarbeitenden durch E-Learnings und persönliche Schulungen zu den internen Vorschriften und minimieren so das Auftreten von Compliance-Vorfällen. | ||||||
10.2 Wir schaffen Strukturen und Prozesse, um die Untersuchung von Vorfällen zu gewährleisten und Vorfälle professionell und zeitnah zu behandeln. | ||||||
10.3 Wir verlangen von unseren Partnern, dass sie unsere eigenen Compliance-Anforderungen erfüllen, und führen dazu gezielte Audits durch. | ||||||
11. Sustainable FinanceWir integrieren ESG-Kriterien in unsere Geschäfts- und Investitionsentscheidungen für unsere Kunden, Investoren und die Gesellschaft als Ganzes. Unterziele | ||||||
11.1 Wir verbessern unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung kontinuierlich in Bezug auf Transparenz, Aktualität und Wesentlichkeit und erzielen bessere Ergebnisse in den für uns relevanten ESG-Ratings. | ||||||
11.2 Wir definieren spezifische ESG-Kriterien, die in alle Investitionsentscheidungen, Auftragsvergaben und Projektofferten einfliessen. | ||||||
12. Digitale und integrierte ProzesseWir festigen unseren Ruf für operative Exzellenz und hohe Qualitätsstandards. Unterziele | ||||||
12.1 Wir entwickeln, produzieren und betreiben Immobilienprodukte auf der Grundlage der digitalen Planung. | ||||||
12.2 Wir betten alle Nachhaltigkeitsthemen über Inspire und IMS in unsere Management-, Support- und Kernprozesse ein. | ||||||
12.3 Wir reduzieren die Verschwendung von Ressourcen und die Anzahl Mängel, indem wir bei allen Bauprojekten der Klasse 1-2 unsere Lean-Prinzipien anwenden. | ||||||

