Tunnel Pinchat Los 23.12, CEVA, Genf

Zusammenfassung

Bau eines zweispurigen Bahntunnels mit maschinenunterstütztem Lockergesteinsvortrieb

Das Projekt

Die neue Bahnlinie CEVA (Cornavin – Eaux-Vives – Annemasse) verbindet das SBB-Netz mit den französischen Staatsbahnen (SNCF) und bildet damit das Herzstück der Genfer S-Bahn. Das Trassee der CEVA hat sieben Abschnitte. Das Los 23.12 beinhaltet einen Teil des neuen unterirdischen Bahnhofs Carouge-Bachet und den 85 m langen Tagbautunnel auf der Seite Fontenette. Zwischen diesen beiden Bauwerken unterquert die CEVA in einem rund 2 km langen Tunnel den Hügel Pinchat und steigt dann nach einem überdeckten Abschnitt bei Val d‘Arve an die Oberfläche.

Leistungen im Detail

Infolge der schwierigen Geologie, der geringen Überdeckung und der innerstädtischen Lage werden die Lockergesteinsvortriebe mittels Tunnelbagger im Schutz von aufwendigen Sicherungsmassnahmen (Kalottenausbruch, Rohrschirm, Stahleinbau und Spritzbeton) im Teilausbruch mit teilweise vorauseilenden Paramentstollen erstellt. Der Angriff erfolgt von beiden Seiten. In Abschnitten mit Grundwasser in der Sohle erfolgen zusätzlich ein Sohljetting und Injektionen zur lokalen Abdichtung. Für den Schacht- bzw. Deckelbau sind umfangreiche Spund-, Schlitzwand- und Bohrpfahlarbeiten erforderlich.
Das Bauwerk wird vor dem Betonieren mit einer FPO-Abdichtungsfolie abgedichtet. Danach werden die Bankette erstellt.

Herausforderungen

Das Los 23.12 befindet sich in innerstädtischer Lage. Deshalb sind besonders strenge Anforderungen bezüglich Lärmschutz und Staubemissionen einzuhalten (z. B. keine Arbeiten nach 19 Uhr an der Oberfläche). Der Tunnel und der Tagbautunnel befinden sich teilweise im Genfer Grundwasser. Die Bauarbeiten in diesen geschützten und sensiblen Bereichen erfordern deshalb besondere Verfahren mit Jetting und Abdichtungen.
Der Vortrieb Bachet stellt hohe logistische Anforderungen. Er ist ausschliesslich über einen Schacht erschlossen und der Kran darf nur zu eingeschränkten Zeiten verwendet werden (7–19 Uhr).
Die Unterquerung des Baches Drize mit geringer Überdeckung von 5 m verlangte als besondere Bauhilfsmassnahme die Ausführung eines doppelten Rohrschirmes.

Nachhaltigkeit

Das alkalische Waschabwasser aus der Reinigung der Betonfahrmischer wird aufbereitet und kann so mehrmals genutzt werden. Im Bereich der Arbeitssicherheit finden regelmässig Sicherheitsrundgänge mit einer Mitarbeiterkommission und zweiwöchentliche Sicherheitsschulungen statt.

Interesse geweckt? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Kontakt

Zurück zur Übersicht